Barrick Gold 2.0

 


Privatpersonen müssen hierbei ihren Besitz an Gold Münzen, Barren, Nuggets, Zertifikate an staatlichen Annahmestellen abgeben und gegen Papiergeld eintauschen. Ökonomen sagen eine Rezession voraus — die meisten rechnen mit einer Rezession im Jahr

Goldabbau und andere Methoden


Zeitverträge, prekäre Arbeitsplätze und zerklüftete Arbeitsbiografien machen kontinuierliche Altersvorsorge fast unmöglich. Man komme allmählich "an den Rand dessen, was man den Leuten noch zumuten kann", findet Allianz-Chef Michael Diekmann.

Andreas Beck vom Institut für Vermögensaufbau in München, einem Beratungsunternehmen für die Finanzbranche, hat ein Fallbeispiel durchgerechnet, das die verheerende Wechselwirkung von niedrigen Zinsen und Inflation deutlich zeigt: Zumindest, wenn sie davon ausgeht, dass ihr Geld pro Jahr zwei Prozent an Kaufkraft verliert. Im Laufe ihres Arbeitslebens müsste sie also monatlich rund Euro zurücklegen. Geht sie auf Nummer sicher und rechnet mit einer Geldentwertung von 2,5 Prozent jährlich, würde dieser Betrag sogar auf fast Euro im Monat anwachsen.

Und sollten die Notenbanken die Zinsen noch weiter senken und würde die Rendite ihrer Anlage damit effektiv auf null sinken, wären schon fast Euro monatliche Vorsorge nötig - oder bei hoher Inflation sogar fast Euro. Von einem flotten Rentnerleben, wie es viele Senioren heute führen können, werden spätere Generationen auch dank der Politik nur noch träumen können. Sie hat in den vergangenen Jahren etliche Privilegien für Ältere gestrichen. Seit etwa müssen Ruheständler normale Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bezahlen.

Seit werden Renten schrittweise besteuert, ab wird der volle Satz zu zahlen sein. Auch die lange Jahre geltende Steuerfreiheit für Lebensversicherungen ist seit Geschichte.

So wird Altersvorsorge zum unkalkulierbaren Risiko: Immer wieder lassen neue Gesetze alte Kalkulationen obsolet erscheinen. Jüngstes Beispiel ist die geplante Finanztransaktionsteuer, mit der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eigentlich der Zockerei an den Börsen beikommen will.

Hochrechnungen zeigen, dass sie auch Millionen Sparer hart treffen könnte. Zahlt ein Kunde etwa Euro monatlich in ein Fonds-Produkt ein, wie es Volksbanken derzeit verkaufen, summiert sich die geplante 0,1-prozentige Abgabe pro Aktien-Deal in 30 Jahren auf Euro.

Knapp drei Millionen Riester-Verträge seien betroffen. So düster die Aussichten auch sind, Alternativen zum privaten Sparen gibt es nicht.

Eine neue Studie zeigt: Wer sich allein auf die gesetzliche Rente verlässt, dem fehlen im Alter im Schnitt Euro im Monat, wenn er es wenigstens auf 60 Prozent seines letzten Lohnes bringen will. Das gelte zumindest, wenn man alle Beiträge zusammennehme: Rentenbeiträge, Steuern und private wie betriebliche Vorsorge.

Von diesem Ziel jedoch sind etliche Deutsche weit weg - das konnten auch die Reformen des Walter Riester nicht ändern.

Dass die staatliche Rente allein nicht ausreicht, ist seit der Jahrtausendwende offizielle Regierungspolitik. Kanzler Gerhard Schröder und sein Arbeitsminister Walter Riester stellten damals dem staatlichen Rentensystem eine kapitalgedeckte und staatlich geförderte Zusatzversicherung zur Seite. Seitdem werden Betriebsrenten steuerlich begünstigt, und es gibt die sogenannte Riester-Rente. Später kam noch die Rürup-Rente für Selbständige hinzu. Das alles sollte auch Geringverdiener wie Doris Menken die Chance geben, die staatliche Rente aufzubessern.

Um vorzusorgen, schloss sie eine staatlich bezuschusste Riester-Rentenversicherung ab. Acht Jahre lang zahlte sie Monat für Monat 20 Euro. Mehr als Euro. Für die Familie war das ein herber Schlag. Die Menkens waren schlicht falsch beraten worden. Viele Angebote sind zu kompliziert und dienen eher dem Profit der Versicherungs- und Bankenbranche als dem Wohl des Anlegers.

Laien können kaum durchschauen, welche Produkte etwas taugen und welche nicht. Sein Münchner Institut untersucht gerade Verträge. Einige Einzelfälle seien erschütternd gewesen, sagt Börsch-Supan. In einer anderen fondsgebundenen Rentenversicherung waren es sogar 75 Prozent der Beiträge. Branchenkenner wundern sich über solche Summen nicht. Die Versicherungsleute, die Anlageverwalter - und mindestens ein Verkäufer. Wer an den Berater eines sogenannten Strukturvertriebs gerät, zahlt sogar noch an dessen Vorgesetzte Geld.

Kleinlein hat zu Beginn seiner Karriere zwei Jahre bei der Allianz gearbeitet. Nach dieser Erfahrung wurde der streitbare Jährige zu einem der schärfsten Branchenkritiker. Der Versicherte müsse schon das Greisenalter erreichen, damit das eingesetzte Geld akzeptable Rendite abwerfe.

Riester selbst wird noch heute wütend, wenn er das hört. Riester verweist auf Rechnungen wie diese: Dabei bestreitet Riester-Kritiker Kleinlein gar nicht, dass sich selbst schlechte Policen für Kunden mit vielen Kindern lohnen können - wegen der hohen Zulagen. Selbst die Experten der staatlich bezuschussten Stiftung Warentest kamen in ihrer Zeitschrift "Finanztest" bei den letzten ausführlichen Proberechnungen für Riester-Produkte zu dem Ergebnis: Die Experten im Bundesfinanzministerium wollen deshalb nun nachjustieren.

Eine sperrige Vorlage für ein "Altersvorsorgeverbesserungsgesetz", die derzeit im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat festhängt, sieht etwa die Einführung von standardisierten Informationsblättern vor.

Dass sich dadurch viel ändern wird, glaubt aber auch Riester nicht. Der Rentenerfinder selbst bestreitet das vehement - zumindest mit Blick auf die klassischen Lebens- und Rentenversicherungen. Tatsächlich stehen auch deren Anbieter unter Druck: Sie haben mit den niedrigen Zinsen besonders zu kämpfen.

Denn sie investieren ihre Kundengelder vor allem in sichere Schuldverschreibungen von Staaten und Unternehmen, die kaum noch etwas abwerfen. Gleichzeitig müssen sie üppige Garantiezahlungen stemmen, die sie ihren Kunden in besseren Zeiten versprachen. In den kurzfristig kalkulierenden Gewinn- und Verlustrechnungen spiegelt sich das allerdings noch nicht wider. Die Verzinsung der Kundenverträge schraubt die Branche trotzdem seit Jahren herunter.

Es erwischt selbst Leute wie den selbständigen Unternehmensberater Ingo Kwoka, einen "Zahlenmenschen", wie er sich selbst nennt. Das klang solide, war aber tatsächlich eine hochriskante und komplexe Wette. Bei ihrem Tod floss das Geld in den Fonds der deutschen Anleger.

Es floss allerdings weit weniger als gedacht, denn die ursprünglichen Inhaber der US-Policen lebten länger als prognostiziert. Kwokas Rechnung für den Ruhestand geht deshalb nicht mehr auf. Pia Müller hatte schon vor den katalogdicken Broschüren und dem Finanz-Kauderwelsch in ihren Vertragsunterlagen kapituliert. Denn da ist von Garantiezahlungen und Überschüssen die Rede, die sich noch einmal unterteilen in Kosten-, Risiko- und Schlussüberschüsse.

Risikoüberschüsse werden zum Beispiel erzielt, wenn Rentenversicherte früher sterben als kalkuliert. Teile dieser Extra-Gewinne müssen die Versicherer zwar an die überlebenden Kunden ausschütten, 25 Prozent dürfen sie aber bislang einstreichen. So manche Assekuranz kalkuliert deshalb besonders vorsichtig. Vor allem aber sind es die Gebühren vieler Produkte, die Verbraucherschützer in Rage versetzen. Die sogenannten Abschlusskosten, die auch dem Vermittler zugutekommen, kassieren die Anbieter komplett in den ersten fünf Jahren eines Kontrakts.

Sabine Dubrau, 44, hat seit deshalb vor allem diverse Finanzberater subventioniert, wenn sie monatlich Geld für den Ruhestand zurücklegte. Dubraus Lage ist prekär: Der zweifachen Mutter kommen die Tränen, wenn sie über ihre Situation berichtet.

Nach elf Jahren als Hausfrau und einer Scheidung wurden der Zahntechnikerin nämlich gerade einmal ,92 Euro Monatsrente aus der gesetzlichen Kasse in Aussicht gestellt. Heute sind es Euro - aber auch nur, wenn sie so weiterarbeitet wie in den vergangenen fünf Jahren. Zweimal wurde Dubrau eine neue Police als angeblich besseres Angebot verkauft.

Zweimal stieg sie um. Was Dubrau nicht erkannte, war, dass sie auf diese Weise insgesamt dreimal hohe Provisionen bezahlte und deshalb fast kein Geld auf ihr Sparkonto floss. Nun misstraut sie der Branche zutiefst - so wie viele Bürger. Und kaum jemand trifft dieses generelle Misstrauen derzeit härter als den Versicherer Ergo und seinen Chef: Vor zwei Jahren kam heraus, dass Verkäufertruppen seines hauseigenen Strukturvertriebs eine Sex-Sause in einer Budapester Therme gefeiert hatten.

Danach jagte eine peinliche Schlagzeile die nächste. Mal wurden Tausende Riester-Renten falsch berechnet. Aber ein generelles Problem mit der Geschäftskultur? Das will der ehemalige Unternehmensberater Oletzky, 46, nicht sehen. Der Trip nach Budapest sei natürlich "unsäglich, da gibt es nichts zu diskutieren".

Aber die Geschichte mit den Riester-Verträgen? Basierten auf einem Druckfehler, sagt Oletzky. Ein "ärgerlicher, aber menschlicher Fehler und kein bewusstes Fehlverhalten", findet er. Genau wie bei den Betriebsrenten seien also "Vorwürfe systematischen Fehlverhaltens" nicht gerechtfertigt. Oletzky versucht verzweifelt, das alles auseinanderzuhalten. Aber seine Branche bleibt wegen ihrer Undurchschaubarkeit unter Generalverdacht - und die Politik mit ihrer Regulierung völlig überfordert.

Das beweist nicht zuletzt die jüngste Schlacht um die Frage, wie die angeschlagenen Versicherer ihre Risikopuffer aufbessern können. Buchstäblich in letzter Minute stoppte der Bundesrat vor Weihnachten eine Gesetzesnovelle mit entsprechenden Neuerungen, weil die mal wieder vor allem auf Kosten der Kunden gegangen wären, wie Verbraucherschützer klagten.

Denn Versicherer sollten künftig auch sogenannte Bewertungsreserven einbehalten dürfen, die bislang an Kunden ausgeschüttet werden mussten. Ein Vermittlungsausschuss hat das Ganze inzwischen gekippt. Doch nun sind Neuerungen bei der "freien Rückstellung für Beitragsrückerstattung" in der Diskussion. Wieder verstecken sich hinter dem Begriff mehr als 15 Milliar-den Euro - und hinter der Neuregelung der Versuch, das Geld auf Kosten der Kunden still und heimlich als Eigenmittel zu verwenden.

Die Branche hält selbstredend dagegen. Und wer recht hat, vermögen selbst Experten und Fachpolitiker kaum zu sagen, weil auch ihnen im Irrsinn der Gesetzesparagrafen und Branchenregeln zuweilen der Durchblick abhandenkommt. Fast alle Dax-Konzerne haben hauseigene Rentenprogramme, bei Siemens habe die Versorgung der Mitarbeiter sogar eine "Tradition seit ", lässt der Münchner Mischkonzern wissen.

Doch auch diese Säule der Altersvorsorge bekommt Risse. Schon die Regierung Schröder wollte dem entgegenwirken. Arbeitgeber müssen deshalb laut Gesetz, wenn ihre Mitarbeiter das fordern, bis zu Euro im Monat vom Bruttogehalt abzwacken und in eine Altersvorsorge stecken.

Auf diesen Betrag fallen dann weder Steuern noch Sozialabgaben an. Richtig gezündet hat das Konzept nicht. Nur etwa jeder fünfte Arbeitnehmer nutzt die sogenannte Entgeltumwandlung. Viele bereuen es später bitter. Zwar klingen die gesetzlichen Vorgaben beruhigend: So haftet etwa der Chef des Unternehmens, wenn die spätere Rente hinter bestimmten Garantien zurückbleibt.

Doch in der Praxis endet so manche Betriebsrente im zähen Rechtsstreit. Schaarschmidt hielt das für eine sichere Sache. Sein Arbeitgeber schoss sogar noch zwei Prozent vom Bruttoeinkommen bei der Vorsorge zu.

So bekam Schaarschmidt, als er im Juli in den Ruhestand ging, stattliche,91 Euro monatlich. Mittlerweile liegt Schaarschmidt bei nur noch ,79 Euro im Monat. Der Streit wird womöglich noch Jahre dauern.

Ärger gibt es bei Betriebsrenten auch häufig, wenn Vorsorgeprogramme beim Jobwechsel nicht zueinander passen. Denn wie genau das monatliche Vorsorgegeld anlegt wird, entscheidet der Betrieb allein, nicht der Mitarbeiter.

Und die Möglichkeiten sind vielfältig. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen lagern die Organisation dagegen häufig aus - und so landet dieses Geschäft am Ende in erster Linie ebenfalls bei der Versicherungsindustrie.

Durch die Zusammenarbeit mit Telegrafisten von Unternehmen und Zeitungen erkannte er die Bedeutung dieser Technik für viele Geschäftsbereiche. Er soll sich damals mit elektrotechnischen Fachbüchern und Fachzeitschriften weitergebildet und mit dem Experimentieren begonnen haben. April veröffentlichte die Fachzeitschrift The Telegrapher einen von Edison selbst geschriebenen Bericht. Thema war eine von ihm entwickelte Variante der Duplex-Technik für die gleichzeitige Übertragung von zwei Nachrichten über eine Leitung.

Beide erwarben gemeinsam Patente für Telegrafen mit Druckvorrichtungen. Solche wurden unter anderem zur Übermittlung der Goldpreise aus der Börse an die Händler benötigt. Ein weiterer von Edison und Pope entwickelter Drucktelegraf sollte speziell für die Bedienung durch Privatpersonen oder kleine Unternehmen ohne Fachpersonal geeignet sein.

Unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Pope, der mit vielen Fachzeitungen und Elektrounternehmen in Kontakt stand, wurde die Telegrafenbranche zunehmend auf das Talent von Edison aufmerksam.

Die Entwicklungen von Pope und Edison waren zudem relevant im Kampf der Telegrafenunternehmen um den lukrativen Markt der Finanzinformationsdienstleistungen. Franklin Pope hatte seit dem Ende der Zusammenarbeit bis zu seinem Tod eine von der öffentlichen Wahrnehmung signifikant abweichende Meinung über Thomas Edison.

In Fachbüchern und Artikeln für Fachzeitschriften relativierte er Edison zugeschriebene Erfindungsleistungen. Diese Werkstätten zur Herstellung von Kurstelegrafen und Telegrafen für private Leitungen hatten zirka 50 Mitarbeiter und wiesen eine Produktion von zirka Geräten im Jahr auf. Durch zahlreiche Kooperationen und Verwertungen von Erfindungen in der Telegrafentechnik besserte sich Edisons finanzielle Situation in diesen Jahren.

Während er noch bei der Familie seines damaligen Freundes Pope wohnte, konnte er bereits sein erstes eigenes Haus kaufen und eine eigene Familie gründen.

Er heiratete Mary Stilwell. Sein Haus musste er wieder aufgeben und zeitweise in eine Wohnung ziehen. Das zentrale Problem der Telegrafengesellschaften war damals die effiziente Nutzung der teuren Telegrafenleitungen.

Automatische Telegrafen, die auf Papierlochstreifen vorgefertigte Nachrichten schnell senden, wurden von Julius Wilhelm Gintl konzipiert und von Joseph Barker Stearns — zur Anwendungsreife in England entwickelt. Auf den langen Distanzen der Telegrafenleitungen in Amerika funktionierten diese jedoch nicht. Edison konnte das Problem der Signalqualität lösen und die Telegrafen weiter beschleunigen, wobei insbesondere auch die Nachrichtenaufzeichnung beim Empfänger für die Geschwindigkeitsanforderungen weiterentwickelt werden musste.

Von 25 bis 40 Wörtern je Minute bei den manuellen Telegrafen und 60 bis Wörtern bei der Ursprungserfindung des automatischen Telegrafen verbesserte Edison die Übertragungsgeschwindigkeit auf bis Wörter je Minute. Edison stellte bei einer Reise nach London insbesondere Probleme seiner Lösung mit unterirdischen Telegrafenleitungen fest.

Die Erkenntnis, weniger zu wissen als er glaubte, sowie der Kontakt mit der weiter entwickelten Elektrotechnik in England waren vermutlich der Anlass für die Erweiterung seiner Entwicklungstätigkeit auf experimentelle Forschungen und ein intensiveres Studium von Fachliteratur.

Edison entwickelte mit dem Quadruplextelegrafen eine Technik zur gleichzeitigen Übermittlung von vier Nachrichten und steigerte damit den Nutzen der Telegrafenleitungen weiter. Seine Lösung bestand darin, die Spannungsamplitude zur Signalübertragung einer Nachricht Amplitudenmodulation und die Polarität für die zweite Nachricht Phasenmodulation zu nutzen. Diese Technik kombinierte er mit der bekannten Duplextechnik, die die gleichzeitige Übertragung von Nachrichten in beide Richtungen ermöglichte.

Telegrafenunternehmen, die über Rechte an dieser Technik verfügten, sparten hohe Beträge für die sonst erforderliche Ausweitung ihrer Übertragungskapazitäten durch zusätzliche Leitungen.

Die Vorgehensweise von Western Union , Telegrafenleitungen entlang von Eisenbahntrassen zu errichten, konnte Gould einfach kopieren, und die Rechte an leistungsfähiger Technik kaufte er von Edison. Mit dem Erlös konnte dieser seine damalige prekäre finanzielle Situation bereinigen und sein erstes Erfinder-Labor in Newark einrichten, welches er kurze Zeit später ausbaute und nach Menlo Park verlegte. Die begonnene Entwicklung des elektrischen Stiftes und einer darauf aufbauenden Kopier- und Drucktechnik, die später zur Mimeographie weiterentwickelt wurde, war durch die Arbeiten an der Telegrafentechnik inspiriert.

Patentiert wurde die Erfindung durch das US-Patent August als Autographic Printing. Bis verkaufte er in den USA zirka Während es bei den Telegrafie-Erfindungen um Infrastruktur für wenige Interessenten ging, war der elektrische Stift das erste Produkt von Thomas Edison für den Massenmarkt mit der besonderen Bedeutung von Werbung, Vertrieb und Kundenreaktionen.

Seine Mitarbeiter Adams und Batchelor waren an den Erlösen beteiligt. Kurzzeitig war Edison in einen wissenschaftlichen Disput über einen von ihm entdeckten Etheric Force genannten Effekt verwickelt, der sich später als die Entdeckung hochfrequenter elektromagnetischer Wellen herausstellte.

Er versäumte es jedoch, seine fortgeschrittenen Experimente zur drahtlosen Telegrafie weiterzuentwickeln. Mit der bedeutenden Western Union Telegraph Co. Das Unternehmen bezahlte ihn für die Entwicklung der akustischen Telegrafie. In der Telegrafentechnik hatte er bis seinen Ruf als Erfinder begründet und die finanziellen Voraussetzungen für seine weiteren Leistungen erarbeitet. In der Branche war Edison ein bekannter Mann, über den in Fachzeitschriften berichtete wurde.

Der breiten Öffentlichkeit wurde er jedoch erst in den folgenden Jahren bekannt. Die Telegrafentechnik war fortan nicht mehr Schwerpunkt seiner Arbeit.

Kontakte mit Investoren und das Wissen über Finanzierung und die Notwendigkeit eines Geschäftsplanes verdankt er Lefferts und Orton, die auch das Ansehen von Edison bei anderen Geschäftsleuten förderten. Von ihnen lernte er insbesondere, dass man für die Kontrolle über ein technologisches Vorhaben einen kompletten Satz aller notwendigen Patente benötigt. Juli ersann Edison den Phonographen [ep 5] , der in den folgenden Monaten entwickelt wurde.

Im Unterschied zu vielen anderen seiner Erfindungen war diese etwas grundsätzlich Neues und keine Weiterentwicklung bekannter Technik. Edisons Arbeit an automatischen Telegrafen, die auf geprägte Papierstreifen gespeicherte Texte sendeten, führte zu der Entdeckung, dass die geprägten Papierstreifen bei der schnellen Ausführung in der Mechanik des Telegrafen Vibrationen und Töne erzeugten. Diese Beobachtung wurde von Edison zum Phonographen weiterentwickelt. Nach den Erinnerungen von Thomas Edison war die erste Aufnahme mit einem funktionstüchtigen Phonographen ein Vers Mary had a little lamb.

Februar erhielt er das Patent. Das Patent dafür wurde ihm jedoch erst nach langem Streit mit den Bell Labs zuerkannt, die ein später für ungültig erklärtes Patent von Emil Berliner erworben hatte. Bei den damals bereits von der Bell Telephone Company angebotenen Telefonen wurde die Energie zur Erzeugung eines elektrischen Signals im Mikrofon selbst aus dem aufgefangenen Schall gewonnen. Allerdings waren so erzeugte Signale ohne die erst im Jahrhundert verfügbare elektronische Verstärkung zu schwach für die Übertragung über längere Distanzen.

Bells Telefone konnten daher bisher nur im Ortsbereich genutzt werden. Mit Bell konkurrierende Telegrafengesellschaften, die selbst auch neue Geschäftsmodelle auf Basis der Telefonerfindung umsetzen wollten, beauftragten Edison, eine Lösung für dieses Problem zu entwickeln. Auf diese Weise wird ein starker Signalstrom durch einen schwachen Schalldruck moduliert. Eine verständliche telefonische Sprachübertragung war damit über deutlich längere Distanzen möglich.

Der wirtschaftliche Wert für die entstehenden Telefongesellschaften war erheblich. Edison wurde klar, dass eine Verbreitung von elektrischen Konsumprodukten elektrische Energieversorgungsnetze erforderlich machte. Als Schlüsselprodukt für deren Finanzierung und für die Bereitschaft von Hauseigentümern, Kabel zu verlegen, wurde elektrisches Licht angesehen.

Um seine Vision von der Elektrifizierung der Städte umzusetzen, arbeitete Edison mit seinen Mitarbeitern verstärkt an allen notwendigen Komponenten, insbesondere an der Glühlampe, den Schaltern und dem Stromzähler.

Eine besondere Herausforderung war die Konstruktion geeigneter Generatoren. Die von Edison zunächst nur für den Eigenbedarf gebauten Dynamos konnten nur für 60 Glühlampen Strom liefern. Alle Komponenten der Stromversorgungs-Infrastruktur mussten somit neu konstruiert und dann selbst oder von Partnerfirmen gefertigt werden.

Eine Gruppe von Investoren um J. Auch vorherige Erfinder hatten sich schon mit der elektrischen Glühlampe beschäftigt. Aber keinem von ihnen war es gelungen, sie dauerhaft funktionstüchtig und ihren Energieverbrauch mit dem der Gaslampen wettbewerbsfähig zu machen.

Die Vorteile wie Flacker- und Geruchsfreiheit, geringere Wärmeabgabe und einfacheres Ein- und Ausschalten konnten nicht in praktische Produkte umgesetzt werden. Ein weiteres ungelöstes Problem war die Teilung des Lichts. Nur wenige Lampen konnten mit den damals bekannten Lösungen an einer Stromquelle betrieben werden. Einige Physiker hielten das Problem für unlösbar und Elektrolicht prinzipiell nicht für den Ersatz des Gaslichts geeignet. Auch Edison scheiterte zunächst mit seinen Versuchen, die bekannten Glühlampen mit Platinglühfaden zu verbessern.

Der Durchbruch wird meist mit einem Test und einer Vorführung am Oktober in Verbindung gebracht; dieses Datum gilt deswegen als Erfindungsdatum der praktischen Glühlampe. Die neuere Quellenforschung kann diese verbreitete Darstellung indes nicht bestätigen; die Laborbücher verzeichnen beginnende Tests mit Kohlefäden aus Baumwolle am Oktober und zirka 14,5 Stunden Brenndauer einer Lampe mit hochohmigem Kohlefaden am Präsentationsveranstaltungen in Menlo Park insbesondere am Dezember beeindruckten jedoch bereits die Zeitungen und die Öffentlichkeit.

Dabei entstand ein öffentliches Bewusstsein für das beginnende Elektrozeitalter. November beantragt und am Der für das Geschäftsmodell der Elektrizitätsnetze wichtige Verbrauchszähler beruhte auf einem nur für Gleichstrom geeigneten elektrolytischen Messprinzip, verschiedene andere Entwicklungen wurden verworfen. Die Konstruktion war stark beeinflusst von Michael Faradays Experimentaluntersuchungen der elektrochemischen Vorgänge der Elektrolyse und seiner Konstruktion des Voltameters.

Der Verbrauchszähler von Edison ist eine Weiterentwicklung des Kupfervoltameters, später wurde Zink verwendet. Das Kernproblem des Messbereichs wurde durch eine Parallelschaltung gelöst, die nur einen proportionalen kleinen Anteil des Stroms durch das Messgerät führt; das Patent wurde am Den Einfluss der Temperatur auf das Widerstandsverhalten des Elektrolyten mit negativem Temperaturkoeffizienten kompensierte Edison durch einen Spulenwiderstand mit positivem Temperaturkoeffizienten.

Eine im Zählergehäuse angebrachte Glühlampe schaltete sich bei zu starkem Abfall der Temperatur als Wärmespender über einen Bimetallschalter ein. Der Entwicklungsstand des auf der Elektrizitätsausstellung in Paris ausgestellten Modells war als Edisonzähler in den er Jahren weltweit Bestandteil des Aufbaus der Elektrizitätswirtschaft.

Obwohl der Zähler eine hohe Genauigkeit hatte, wegen der Einsparung mechanischer Teile wenig störanfällig war und nur einen sehr geringen Eigenverbrauch hatte, waren Verbraucher häufig skeptisch, da der Verbrauch nicht ablesbar war. Zur Verbrauchsbestimmung mussten Angestellte der Elektrizitätswirtschaft die Elektroden entnehmen und auf einer Feinwaage auswiegen; ein Gramm Gewichtsdifferenz entsprach Lampenbrennstunden. Zur Sicherheit hatte jeder Zähler eine zweite elektrolytische Messvorrichtung, die für ein Gramm Gewichtsabnahme der Anode je Lampenbrennstunden konstruiert war.

In den folgenden Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt der persönlichen Arbeit Edisons weg von der Entwicklung und hin zu der Vermarktung und Umsetzung von Elektrifizierungsprojekten. Während bis dahin Produktionsorte meistens noch den Charakter von Werkstätten hatten, erforderte die Fertigung von Glühlampen und Komponenten für das Massengeschäft mit Licht und Strom den Aufbau von Fabriken und die Entwicklung rationeller Fertigungsprozesse.

Edisons erste Lampenfabrik, die Edison Lamp Co. Von ihrer Gründung bis April wurden dort bereits Die Edison Electric Light Co. Sie hatte das Recht, die in Menlo Park erarbeiteten Patente zu verwerten, und finanzierte im Gegenzug die Arbeit des Entwicklungslabors. Diese Gesellschaft kann daher als Kern des aus ihr entstehenden Elektrokonzerns gesehen werden. Edisons Fokussierung auf Lizenzeinnahmen aus dem Ausland statt auf den Aufbau eines globalen Unternehmens war insbesondere keine nachhaltige Strategie.

Die Beschaffung von Kapital für den Ausbau von Fertigungskapazitäten und für die hohen erforderlichen Investitionen in Kraftwerke und in die Verkabelung der Städte war das Hauptproblem bis Mitte der er Jahre. Auch das Fehlen von Fachkräften für die Verkabelung und für den Betrieb von Kraftwerken stand einer schnellen und sicheren Umsetzung von Elektrifizierungsprojekten entgegen. Aus diesen Gründen wurde die Elektrifizierung zunächst von Beleuchtungssystemen mit einem eigenen Dampfmaschinendynamo getragen.

Edison entwickelte dazu Lösungen für unterschiedliche Mengen zu betreibender Lampen. Fabriken, für die Gaslampen eine Feuergefahr darstellten, Theater, Bahnhöfe und wohlhabende Privatleute waren die Kunden. Bis wurden unterirdische Kabel in New York verlegt. Im Büro des Bankiers J. Morgan, der in die Edison Electric Light Co. Oktober wurden 59 Abnehmer versorgt, ein Jahr später waren es Kunden.

Dieses Wachstum vollzog sich in anderen Städten der Welt analog und musste technisch und administrativ bewältigt werden. Erste Elektrifizierungsprojekte in kleineren Orten der USA mit alternativen Konstruktionen wie überirdischer Verkabelung waren betriebsbereit. Die Suche nach geeigneten Standorten mit hinreichend vielen Kunden in der wirtschaftlich zu verkabelnden Umgebung eines Kraftwerks und die Finanzierung dieser Projekte blieben jedoch zunächst problematisch.

Um geplante Kraftwerke über den ganzen Tag hinweg auszulasten und wirtschaftlich zu betreiben, beschäftigte sich Edison mit der Entwicklung von Motoren und der Elektrifizierung von Schienenfahrzeugen. Nach erfolgreichen Projekten hatten jedoch immer mehr Städte ohne Elektrizitätsnetz Angst vor Standortnachteilen und investierten in Kraftwerke und Netze; Edison konnte sich auf die Rolle als Technologielieferant beschränken.

Das von Edison entwickelte Dreileitersystem der elektrischen Energieversorgung erlaubt kleinere Querschnitte der Kabel und sparte mithin erhebliche Mengen an Kupfer. Edison dachte in Systemen und hatte ökonomische Faktoren wie die Kupferpreise stets im Blick, da der Erfolg seines Projektes von der Unterschreitung der Kosten von Gasbeleuchtungen abhing. Sie ermöglichte eine konstante Spannung im gesamten Versorgungsnetz Electric Distribution System , Patent [p 4].

Das Schlüsselprodukt Glühlampe wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Februar hatte Edison bei der Untersuchung des Grundes des Verbrauchs von Glühfäden erstmals den glühelektrischen Effekt beobachtet, der später zunächst Edison-Effekt genannt wurde und nach der mathematischen Beschreibung durch Owen Willans Richardson heute meist Edison-Richardson-Effekt genannt wird.

November meldete Edison das Patent Er nutzte den Effekt, um Spannungsänderungen in einem Schaltkreis anzuzeigen und die Spannung zu regulieren. Die Jahre von bis mit Aktivitäten in den USA und Europa und zahlreichen Firmengründen einerseits, aber auch technischen Problemen und der Notwendigkeit einer sofortigen Reaktion darauf sowie häufigem Kapitalmangel andererseits waren sehr intensiv im Leben von Thomas Edison.

Nach dem Tod seiner Frau beschäftigte Edison sich zunächst mit der Verbesserung einiger seiner früheren Erfindungen. Unter anderem verbesserte er für die Bell Telephone Co. Diese Konstruktion blieb bis in die er Jahre gebräuchlich. Ferner fand er eine Lösung, mehrere Telefone an einer Leitung zu betreiben. Edison arbeitete dabei mit seinem Freund Ezra Gilliland zusammen.

Bis verbesserte er den Phonographen Improved Phonograph und entwickelte daraus ein Diktiergerät Edison Business Phonograph , später vertrieben als Ediphone sowie Phonographenwalzen aus Wachs, deren Aufnahmen man bei Bedarf durch Abschaben der obersten Wachsschicht und der darin eingravierten Rillen löschen und hiernach wiederverwenden konnte. Zeit- und Geldmangel wegen seines intensiven Engagements in der Elektroindustrie veranlassten ihn jedoch zu einem Verkauf der Vermarktungsrechte an den Unternehmer Jesse H.

Lippincott der darauf hin die North American Phonograph Company gründete. Eine Anwendung des Phonographen in sprechenden Spielzeug-Puppen schlug indes fehl. Edison bevorzugte das Gleichstromsystem , Westinghouse und Tesla die Elektrifizierung mit Wechselstrom.

Hierbei wurden durch Edisons Firma Tierversuche mit Wechselspannung durchgeführt, um deren Gefährlichkeit gegenüber dem Gleichstrom zu demonstrieren. Diese riefen später bei Tierschützern Empörung hervor; damals regte indes die Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeiten an Tieren die Entwicklung der Elektrokution als schmerzlose Alternative für das damals häufige Ertränken herumstreunender Tiere an.

Edisons Lösung mit Volt Gleichspannung war weder in ländlichen Gebieten mit weiten Entfernungen der Verbraucher zum Kraftwerk wirtschaftlich umzusetzen, noch konnte die preiswerte Energie aus entfernten Wasserkraftwerken zu den Verbrauchern transportiert werden. Das war ein besonders prestigeträchtiges Geschäft, denn mit dieser Ausstellung wurde das jährige Jubiläum der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus gefeiert.

Er war Aktionär, hatte einen Sitz im Verwaltungsrat und war durch Verträge als externer Erfinder mit dem Unternehmen verbunden. Etliche Positionen in dem Unternehmen waren aber durch Vertraute von Edison besetzt, beispielsweise war sein vormaliger Privatsekretär Samuel Insull Vizepräsident. Das war aus finanziellen Gründen erforderlich, denn Fehlentscheidungen wie beim Wechselstrom, auslaufende Patente sowie hohe Kosten durch Expansion und Patentrechtsstreite brachten das Unternehmen in eine schwierige Lage.

Chef der General Electric Co. Coffin, der bis dahin Leiter von Thomson-Houston Co. Es ist unklar, wann Edison informiert war und ob er einverstanden war oder gezwungen wurde. Seine engen Mitarbeiter Samuel Insull und Alfred Tate berichteten, er sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden und habe die Benutzung seines populären Namens für die neue Firma untersagt.

Offiziell unterstützte Edison die Fusion, allerdings mit distanzierenden Angaben wie etwa, er habe ohnehin keine Zeit mehr für Elektrotechnik. Bereits und verkaufte Edison laufend General-Electric-Aktien und finanzierte mit dem Erlös seine Entwicklungen und Investitionen in anderen Branchen. Ferner kaufte er von ihm früher verkaufte Rechte im Phonographengeschäft und im Filmgeschäft zurück, um über seine damit verbundenen Patente und deren Verwertung die Kontrolle zurückzuerlangen.

Ab beschäftigte er sich mit Röntgenstrahlen und der Entwicklung des Fluoroskops mit Kalziumwolframat-Schicht, welches gegenüber der Lösung von Wilhelm Conrad Röntgen die Bilddarstellung verbesserte.

Das ist jedoch als Markenname zu verstehen; Edison persönlich war kaum mit der Filmproduktion beschäftigt. Die gesamte Entwicklung war wahrscheinlich inspiriert von Eadweard Muybridge und seiner Erfindung des Zoopraxiskops. Er hatte bereits in den er Jahren ein magnetisches Verfahren zur Trennung von Erzgranulaten entwickelt, den Vertrieb vergeblich versucht und dann selbst mit Partnern in einige Pilotanlagen investiert.

Die Investitionen in die Verfahrensentwicklung wurden durch die Entdeckung von Eisenerzvorkommen mit höherem Eisengehalt ebenso wertlos wie die aufgekauften Abbaurechte. Die neuen geschäftlichen Aktivitäten mit einem Firmenverband von zirka 30 Firmen und zirka Mitarbeitern wurden zunächst unter der gegründeten National Phonograph Co.

Die National Phonograph Co. Insbesondere eine preiswerte Variante mit einem Federantrieb statt einem Elektromotor verkaufte sich gut. Mit der Verbreitung der Geräte stieg die Nachfrage nach Tonträgern. Diese neuen Märkte entstanden gerade erst durch zunehmende Freizeit und steigenden Wohlstand infolge der Industrialisierung.

Neben der Erfindung und Produktion von Geräten mussten hierfür Geschäftsmodelle gefunden und Vertriebswege aufgebaut werden. Insbesondere eine kosteneffiziente Produktion und niedrige Preise waren für den Massenmarkt von hoher Bedeutung.

Edison beschäftigte sich intensiv mit der Automatisierung der Fertigung des Phonographen und der Vervielfältigung von Tonträgern. Mit den verbesserten Phonographenwalzen, insbesondere dem kostengünstigeren Kopierverfahren der Goldguss -Walzen ab und der längeren Abspieldauer der Amberol -Walzen ab , konnte Edison dem Wettbewerb gegen das von Emil Berliner erfundene Grammophon noch einige Jahre standhalten.

Thomas Edison war der Meinung, die Stimmen bekannter Bühnenkünstler eigneten sich nicht für Aufnahmen und produzierte bekannte Musikstücke mit unbekannten Interpreten, die seinen Qualitätsstandards entsprachen. Für den direkten Konkurrenzkampf mit Berliners Schallplatte entwickelte Edison die Diamond Disc , ein eigenes Schallplattenformat mit Tiefenschrift, und den dazugehörigen Platten-Phonographen.

Der Schellackplatten -Markt expandierte damals jedoch rapide; das Angebot wuchs enorm, insbesondere auch im unteren Preisbereich. Trotz technischer Vorteile konnte sich Edisons Erfindung wegen höherer Kosten und des eingeschränkten Sortiments nicht durchsetzen.

Daneben stellte er unter dem Namen Blue Amberol Record unzerbrechliche Phonographenwalzen aus Zelluloid und den dazugehörenden, sehr kompakten Amberola -Phonographen her. Danach wurde der Phonograph mit Walze nur noch als Diktiergerät vermarktet.

Bis beschäftigte sich Thomas Edison mit der Errichtung von Zementwerken in Stewartsville, mit Drehrohröfen , dem Bau von Betonfertighäusern und Alltagsgegenständen aus Beton, etwa Möbeln oder einem speziellen Phonographen. Sein Ziel war eine wirtschaftlichere Zementproduktion durch Automatisierung, Reduzierung des Energieverbrauchs und Dimensionierung der täglichen Produktionskapazität auf ein Mehrfaches der damals üblichen Kapazität von Zementproduktionen.

Die Bewältigung der damit verbundenen Probleme nahm Jahre in Anspruch. Edison hatte gemeinsam mit anderen Unternehmern die Motion Picture Patents Company gegründet, die den amerikanischen Filmmarkt über die Patentrechte der beteiligten Unternehmen und die gegründete Vertriebsfirma General Film Company kontrollieren sollte. Eine Gerichtsentscheidung nach den Bestimmungen des Sherman Antitrust Act erklärte das Unternehmen jedoch für illegal. Auslaufende eigene Patente und der Verlust von Einnahmen aus dem Filmgeschäft in Europa infolge des Ersten Weltkriegs führten zu hohen Umsatzverlusten.

Während nach zunächst noch insbesondere Filme von Edwin S. Porter für Erfolge sorgten, war die Produktion später nicht mehr wettbewerbsfähig. Edisons intensive Beschäftigung mit der Weiterentwicklung der Batterietechnik geht auf die Anforderungen im Automobilbau zurück. Der Elektrifizierung der Automobile stand die unzureichende Batterietechnik entgegen. Die bekannten Bleiakkumulatoren waren insbesondere zu schwer.