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Nebstdem sind gediegene sozia l verhaltens wissenschaftliche Einsichten im Hinblick auf das Seelenleben der Börsen "Börsenpsychologie" in der allgemeinsten Weise, aber auch rücksichtlich der eigenen Denkweise und Einstellung, besonders der persönlichen Risikoneigung, unerlässlich. Der Schlüsselgedanke, der sich um alle Formen von Termingeschäften rankt, ist mithin der, dass das zeitlich kausale Nacheinander von wechselseitiger Einwilligung in die Vertragsverpflichtungen und Erfüllung derselben zum anvisierten Termin um eine gewisse Spanne Zeit von gemeinhin mehreren Tagen, meist aber um Wochen oder vielleicht sogar um Monate auseinandergelegen ist.

Anspruch und Zweck dieser Seiten


Die reine Erkenntnis über Ursachen eines jeden Zurückbleibens des Erreichten hinter dem ursprünglich Beabsichtigten ermöglicht ein Lernen aus der täglichen Lebenserfahrung. Sich die traurige Erfahrung als Lehre dienen lassen hilft also vermeiden, abermals in den gleichen Fehler zu verfallen.

Solcherart Fehlschläge dagegen, denen von niemand abzusehende, völlig unvorhersehbare Vorkommnisse ursächlich sind, lassen sich im tätigen Handel freilich nie ganz fernhalten. Keiner kann in die Zukunft sehen. Vor Fehleinschätzung der Zukunft ist keiner gefeit! Selbst die behendsten, geübtesten, aufmerksamsten Händler straucheln zuweilen oder tappen daneben. Schlagen Geldanlagegeschäfte wahrhaft fehl, mag es hilfreich sein, sich die bei deren Umsetzung einmal gemachten und erkannten Fehler frank und frei einzugestehen und sich auf den nicht zu überhörenden Mahnruf zu besinnen: Es verhilft dies Besserung und führt zu der Aussicht, Vorteilgelegenheiten, die der Markt mitunter bietet, in Zukunft zu rechter Zeit zu erkennen und wahrzunehmen.

Obendrein wird er anstellig und findig sein. Auf den Eintritt nicht vorhergesehener Marktverläufe wird er ebenso geistesgegenwärtig wie angemessen zu antworten verstehen.

Zwar auch er ist nicht unfehlbar, doch er fehlt niemals von Grund aus. Das bewährte Erfahrungswissen kann durchaus vernunftwidrig sein in dem Sinne, dass Entscheidungen über Geldanlagen ohne Gelegenheit zur vernünftigen Vorbereitung aus dem Stegreif getroffen werden, sie gleichwohl den gewünschten Erfolg zutage bringen.

Gerade bei solchen Anlageentscheidung, die unter Zeitdruck bspw. Es erfordert dies ohne Zweifel die Aufbringung eines gewissen Geschicks, das sich wohl selten anders als durch dauernd geübte sichere Kenntnis der Märkte gewinnen lässt. Auch ein noch so reiches Erfahrungswissen erübrigt das Ausarbeiten eines vernünftig durchdachten Anlageplans nicht! Man halte Ausschau nach Mitstreitern, die sich auf den Handel an den Börsen gründlich verstehen.

Bringen bei der Geldanlageplanung also mehr Fachkenner und Könner ihre Kenntnis zu einem gemeinschaftlichen Werk zusammen, so verspricht das Bündeln der Wissensvorsprünge aller gar nicht selten die vorzüglichsten Anlageerfolge. Wodurch wird ein Abschluss im Markt herbeigeführt? Was lässt sich aus einem verwirklichten Börsenkurs schlechthin ersehen?

Welche Bedeutung kommt der Liquidität eines Marktes zu? Was im Einzelnen zählt zu den Transaktionskosten? Was genau ist ein "market-maker"? Stimmt es, dass durch Arbitragegelegenheiten sich risikolos Gewinne erwirtschaften lassen? Ich bin ein Freund der "technischen Analyse" " chart analysis " und bevorzuge deshalb Charts als Grundlage für meine Anlageentscheidungen. Lassen sich denn allein mit Hilfe der Charttechnik, von Zufallstreffern abgesehen, auf längere Sicht überhaupt überdurchschnittlich hohe Gewinne erreichen?

Nun gibt es aber Spekulanten, die nachweislich nur mit Hilfe der technischen Analyse überdurchschnittliche Gewinne erzielt haben. Warum vermag Charttechnik dennoch nicht das zu leisten, was sie verspricht? Was für einen Nutzen könnten Termingeschäfte für mich haben? Was sind Hedgegeschäfte, wer ist Hedger? Was ist der Unterschied zwischen einem Termingeschäft und einem Terminkontraktgeschäft?

Immer wieder ist im Zusammenhang mit Termingeschäften von einem "Hebeleffekt" zu hören. Was versteht man eigentlich unter dem Begriff "Hebeleffekt"? Alle Geldgeschäfte, die in Aktien, Anleihen, Terminkontrakten, Optionen oder in den sonstigen Marktinstrumenten aus freier Hand abgeschlossen werden, setzen ein Doppeltes voraus: Ungleiche Erwartungen auch bei gleichem öffentlich zugänglichen Wissen haben ihren Ursprung in der unterschiedlichen Auslegung dieses Wissens.

So wird der Käufer einer Aktie entweder einen anderen Wissensstand haben als der Verkäufer, oder beide gelangen im Falle gleichen Wissens zu ungleichen Markteinschätzungen. Ein flüssiger, fortgesetzter Handel an der Börse erfordert somit nicht nur verschiedene, sondern notwendig auch im Ablauf der Zeit veränderliche Erwartungen.

Hierbei geht es um ein Denkkonstrukt, das vom Vorstellungsinhalt her dem nicht beobachtbaren Ertragswert aus der Investitionstheorie entspricht. Als Ertragswert bezeichnet man den in eine Summe zusammengefassten Wert aller künftigen Nutzleistungen aus dem fraglichen Marktgegenstand. Grundsätzlich ist die Frage zu bejahen. Aktien werden an den Börsen durchgehend der Werteinschätzung unterzogen.

Aktien werden von allen denen gekauft, die sie für unterwertig halten, wogegen sie von denen verkauft werden, die sie für überwertig halten. Senkt sich der Kursstand herab, so wird verdeckte Nachfrage zur wirksamen Nachfrage; steigt der Kursstand empor, so wird verdecktes Angebot zum wirksamen Angebot. Die persönliche Preisgrenze für eine infrage stehende Aktie wird theoretisch bestimmt durch das Sicherheitsäquivalent der finanzmathematischen Barwerte aus dem Zahlungsstrom aller künftigen Einnahmen und Ausgaben, die sich aus dem Besitz der Aktie einspielen und in sich den einzelnen denkbaren Zukunftslagen verwirklichen können.

Zu ihrer praktischen Ausmittlung jedoch ist sowohl die Kenntnis der Wahrscheinlichkeitsverteilung der Renditen der Aktie als auch die der persönlichen Nutzenfunktion des Entscheiders erforderlich sofern eine solche überhaupt existiert. Zum Mindesten steht soviel fest: Auf Aktien, die streng genommen zu hoch oder zu tief im Werte stehen, trifft man mit allgemeingültiger Tendenz desto häufiger, je weniger der an sich verfügbaren Nachrichten vollständig und richtig im Kurs ihren Widerschein gefunden haben "eskomptiert sind" , was namentlich auf sogenannte informationsineffiziente Märkte im Verstande der Theorie Anwendung finden sollte.

Alle Börsenkurse sind das Ergebnis der Bündelung von Kauf- und Verkaufsentscheidungen Einzelner und der Wechselbeziehung, wodurch sich das Austauschverhältnis von Marktgegenstand Kaufgut und Preisgut verwirklicht.

Zukunftserwartungen ihrerseits stützen sich insbesondere auf Prognosen, welche Einschätzungen andere Börsenteilnehmer über den künftigen Kursgang des jeweiligen Marktgegenstandes hegen. Sämtliche der in dieser Hoffnung verwirklichten Anlageentscheidungen stellt der Markt in der Folge anhand von Fakten auf die Probe, die ihm unbeirrt die Richtung weisen. Je nach tatsächlich eingeschlagenem Gang der Preise wird der Händler Gewinne oder Verluste zu realisieren haben.

Gewinne und Verluste entstehen Geldanlegern demnach geradewegs aus ihren Einschätzungen der Marktlage, wobei die Einschätzungen sich nach ihrer Verwirklichung im Nachhinein entweder als richtig oder unzutreffend erweisen. So gesehen ändert sich der Zustand der Märkte fortlaufend, vergleichbar einem endlosen Strom von Wissensänderungen im unaufhörlichen Spiel und Widerspiel fortwährender Erwartungsanpassungen und darauf aufbauender Anlageentscheidungen.

In diesem endlosen Strom von Wissensänderungen ist die unversiegbare Quelle auszumachen, woher, sowie in die Sprache des Marktes übersetzt, Investitionsgewinne oder -verluste ihren Ursprung nehmen.

Es sei nicht versäumt, in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass in sog. Tendenziell gilt zudem der Satz: Nicht zuletzt lässt sich an der Publizität des Preisgeschehens durch die Börsen gleichsam ein Signal ablesen, wo vorteilhafte Handelsmöglichkeiten einst bestanden haben oder künftighin denkbar sind.

Nein, eine wirklich regellose Abhängigkeit der Marktverhältnisse vom Zufall kann bestenfalls dann geltend gemacht werden, wenn zweifelsfrei keinerlei Ursache für eine in Rede stehende Änderung im Kurse eines Marktinstruments in dieser oder jener Richtung zu ergründen ist. Es darf also nicht deshalb schon von einer "zufälligen Kursbewegung" gesprochen werden, wenn erkennbare ökonomische Ursachen benannt, diese aber in ihrem Zusammenwirken und Einschlag auf den Kursbildungsprozess nicht zu durchschauen verstanden werden "aleatorische Komponente".

So werden mit einiger Gewissheit Begleitumstände des wirtschaftspolitischen Umfeldes, wie beispielshalber Wachstumsraten und Konjunkturzyklen, die Geldpolitik oder die Ausstattung der Wirtschaft mit finanziellen Mitteln, fernerhin auch physisch-psychisch vorzufindende Verbraucherpräferenzen auf dem angehenden Geschäftsfeld, Hoffnungen und Befürchtungen — also die "Stimmungen und Strömungen an der Börse" — sowie sonstige Fremdereignisse, zu gewissen Grade einen Einfluss auf die Bildung von Börsenkursen ausüben.

Ob beziehungsweise dass der zurückliegende Kursverlauf einer Aktie, Währung, Ware usw. Diese Frage betrifft einen Forschungsgegenstand, mit dem sich insbesondere die Theorie des Random Walk eingehend auseinanderzusetzen liebt. Aus finanzierungstheoretischer Sicht versteht man in Gelehrtenkreisen heutigentags allgemein unter "Random Walk", und zwar stets in Bezug auf einen ganz bestimmten künftigen Zeitpunkt, dass für jeden beliebigen Kurs der Gegenwart die Wahrscheinlichkeit für einen Kursanstieg um einen beliebigen Prozentsatz sich immerfort gleichstellt der Wahrscheinlichkeit für einen Kursrückgang in dem gleichen Verhältnis.

Aufeinander folgende Kursänderungen sind sonach, wie man sagt, voneinander stochastisch unabhängig. Von den Varianten des "Random Walk-Modells in seiner strengen Form verdienen Erwähnung erstens, das weniger restriktive " Martingale-Modell ", das keine Annahme zur Wahrscheinlichkeitsverteilung unterstellt, und zweitens das restriktivere Modell eines " Wiener Prozess " benannt nach dem Mathematiker Norbert Wiener , das auch als " Brown'sches Modell " bezeichnet wird.

Durch verwirklichte Börsenkurse erfährt der Börsenkundige auf einen Blick, auf welchen augenblicklichen Wert die Marktteilnehmer eine Aktie, Anleihe, Währung und dergleichen schätzen und veranschlagen.

In musterhafter Weise, d. Ein heute an der Börse verwirklichter Kurs lässt sich mitunter als Signal für den folgenden Handel deuten, indem der heute registrierte Kurs sonst weit verstreutes Wissen nutzbar macht.

Zur Verdeutlichung, worauf die Signalfunktion von Preisen anspielt, mag ein arg vereinfachtes Illustrationsbeispiel für Geld- und Briefkurse "bid"- und "ask-prices" angeführt sein: So wird auf wahrhaftigen, d.

Ein laufender Börsenkurs spiegelt nur unter sehr engen Modellannahmen den "wahren" inneren Wert eines in Untersuchung stehenden Wertpapiers wieder: Durch die Beschaffenheit eines liquide gestellten Marktes wird es — auch bei sehr umfangreichem Geschäftsgang Einzelner — keinem Markthändler gelingen, einen spürbaren Einfluss auf die Bewegungsrichtung des Marktpreises auszuüben Mengenanpasser, " price taker ".

Ein liquider Markt geht im Allgemeinen einher mit einer vergleichsweise eng begrenzten Kurs-Schwankungsbreite Volatilität , auch und gerade bei ausnehmend hohem Tauschverkehr " volume ". Ein Vermögensgegenstand " asset " gilt in diesem Sinne für liquide, sofern es dem Investor möglich ist, das darin beschäftigte Geldkapital, wann immer er möchte, in einer von ihm erwünschten Frist zu einem fairen Preis wieder frei zu machen "zu versilbern", "zu verflüssigen".

An manchen Börsenplätzen stärken sogenannte " market-maker " die Liquidität eines Marktes, indem sie während der Abhaltungszeit laufend Preise stellen, zu denen sie in Eigengeschäften jeweils zu kaufen oder zu verkaufen bereit sind. Nur auf liquiden Märkten lassen sich Anpassungsentscheidungen an marktrelevante Tagesneuigkeiten durch darauf abgestimmte Käufe und Verkäufe blitzschnell und ohne Reibungsverluste umsetzen " market immediacy ".

Die Liquiditätsverhältnisse an den Bar- und Terminmärkten sind oftmals unterschiedlich verteilt. Diese sollten aus leicht zu durchschauenden Gründen von allen Seiten so gering wie es irgend angeht gehalten werden.

Unmittelbar einleuchtend erscheint dies insofern, als Transaktionskosten die eingebrachten Gewinne schmälern, beziehungsweise die anfallenden Verluste vermehren.

Um überhaupt einen Gewinn zu machen, müssen die mit jedem Handel verbundenen Transaktionskosten offenbar zunächst erst wieder eingebracht werden. Überdies wirken Kosten des Markthandels störend insofern sie die für ein richtiges Arbeiten der Märkte nötige ungesäumte Informationsverarbeitung verteuern.

Wie leicht einzusehen, können allzu hohe Transaktionskosten der Durchschlagskraft des Marktmechanismus ganz beträchtlich Abbruch tun. Den Transaktionskosten angehörig sind grundsätzlich sämtliche der durch ein Handelsgeschäft auf der Börse verursachten Kosten. Hierzu zählen im Einzelnen: Kosten für die Anbahnung und den Marktzutritt z. Informations- und Telefonkosten, Online-Gebühren für Standleitungen usw. Kosten für eine Wertpapierleihe , "up-tick"-Regelungen bei Wertpapierleergeschäften oder Andienungsgebühren bei Futures- bzw.

Forwardgeschäften und nicht zuletzt allgemeine Such- und Entscheidungsfindungskosten für Börsengeschäfte. In dem Grade, als die Transaktionskosten insgemein sinken, steigt der Organisationsgrad des Marktes. Der auf den Kopf genaue Belauf der gesamten Ex-post- Transaktionskosten einer Markthandlung hängt nicht unwesentlich ab 1. Die erwartete Rendite einer Investition ergibt sich, nach Abrechnung der Transaktionskosten, alsdann im Ausdruck der Nettorendite.

Mit dem englischen Gesamtnamen des Market-Maker " maket maker ", " price maker ", auch "Designated Sponsor" oder "Market Expert" genannt werden im Bank- und Börsenwesen besondere, an wohlgeordneten organisierten Sekundärmärkten anzutreffende ständig ansprechbare Marktteilnehmer Makler belegt.

In der Stellung eines Kursmaklers Handelsmakler an der Börse geben sie während der Abhaltungszeiten für die ihnen zugewiesenen und von ihnen betreuten Werte Aktien, Obligationen, Devisen u. Der angerufene Market-Maker nimmt sodann für den Verkäufer die Stellung des Käufers gleichwie für den Käufer die des Verkäufers ein, allerdings im Falle der beidseitigen Kursstellung jedes Mal in der Ungewissheit, ob er bei dem Geschäft als Käufer oder Verkäufer auftreten wird.

Market-Maker erfüllen ihren Daseinszweck ebenso wohl in einem herkömmlichen Auktionsmarkt mit Rufhandel als inmitten eines elektronischen Netzes verlaufenden Handelsverkehrs des Börsenbetriebs.

Der Kursmakler betätigt sich also gleichzeitig als Anbieter und Nachfrager im Markt und wird in Ausübung dieser seiner Aufgabe als " market-maker ", " broker -dealer ", an der NYSE Euronext als " specialist ", im deutschen Sprachraum auch als " Betreuer ", oder salopp als " Marktmacher " bezeichnet. Wann immer Market-Maker ihre Quotationen stellen, fassen sie diese zunächst und vor allem nach der dann gerade herrschenden Auftragslage ab. Darüber hinaus können sich Quotationen, je nach Amt des Market-Maker und nach den Freiheitsgraden, die er im Markt für sich beanspruchen kann, zum Teil auch auf seine eigenen Prognosen über die künftige Preisentwicklung im betreffenden Markt stützen.

Zwar darf ein "market-maker" die von ihm aufgestellten Quotes bei fortlaufender Notierung und fortlaufenden Abschlüssen an sich nach Belieben ändern; er hat indes gemeinhin die Verpflichtung, auf Anforderung anderer Marktteilnehmer " quote request " — zumindest für ein festgesetztes Mindestvolumen, gewöhnlich aber nur bis zu einem vorgegebenen Maximalbetrag — über einen festgelegten Zeitraum "Mindesthaltefrist" zu den genannten Preissätzen den "quotes" auf eigene Rechnung zu kaufen resp.

Seine Vergütung für die Leistungsabgabe "jederzeitige Handelsbereitschaft ' immediacy ' " und das durch Schaffung offener Posten damit auf sich genommene Risiko sucht und findet der "market-maker" zum guten Teile darin, dass er von einer Seite billig nimmt und nach anderer Seite teuer gibt, d. Überdies werden im Maklerwesen den Market-Makern mitunter erweiterte Handlungsmöglichkeiten eingeräumt: So werden ihnen unter verfügten Marktmodellen in bestimmten Märkten Spekulationen "Selbsteintritt" in eigener Regie mit Absicht ermöglicht, oder ebenso wohl kann es sein, dass sie sowohl als "market-maker" als auch fallweise im Auftrage von Kunden als Broker tätig werden.

Market-Maker dieses Schlags werden "broker-dealers " oder, seltener, auch " dual capacity traders " genannt. Die Hauptaufgabe eines jeden Market-Maker besteht darin, die Liquidität des betreffenden Marktes zu befördern sowie dessen Transparenz aufzubessern, indem er darauf hinwirkt, als Konterpart anderer Marktteilnehmer durch öffentliche, jederzeitige Transaktionsbereitschaft einen stabilen, beständigen Handel in dem Handelsinstrument zu gewährleisten, dessen er sich angenommen hat "Marktpflege"; " qualified liquidity provider ".

Da gemeinhin die hierbei notwendig zur Entstehung gelangenden und daraufhin offen bleibenden Posten einer alsbaldigen Deckung Eindeckung, Hedging bedürfen, liegt es in der Natur der Sache, dass "market-maker" in erster Reihe die Stellung eines Hedgers oder eines Arbitragehändlers versehen, denn die eines Spekulanten.

Nein, Arbitragevorgänge der Wirklichkeit sind vom Fluss der Zeit untrennbar. Mit dessen Dasein sind sie unzweifelhaft von selbst dem Risiko ausgesetzt Arbitragespekulation. Neben der nötigen Achtsamkeit und Sachkenntnis ist die technische Voraussetzungsgrundlage für ein zielsicheres Aufdecken von offenstehenden Arbitragefenstern samt deren unverzüglicher Ausnützung ein unmittelbarer, ungestörter Zugang auf kürzester Linie nah des Marktes, verwirklicht durch eine blitzschnelle sich selbst steuernde Handelseinrichtung.

Die Umsetzung einer Arbitrage erfordert im Handelsleben zum Mindesten zwei gesonderte Geschäftsabschlüsse. Verkauf des teureren, und zwar ohne dass hernach in der Gesamtbilanz nennenswerte Nettoausgaben auf seine Rechnung gehen. Nebenumstände, wie persönliche Risikoneigungen, mathematische Erwartungswerte der Renditen oder Zeitpräferenzen des Entscheiders, sind für die den Arbitragehandlungen voraufgehenden Überlegungen beinahe immer ganz ohne Belang.

Die eingeheimste Summe, die sich als finanzielles Ergebnis aus einer musterhaft durchgeführten Arbitrage ergibt, beziffert sich allemal nach dem verwirklichten Unterschied Marge im Preise beider Instrumente, gewendet auf den Aufhebungszeitpunkt des Geschäfts. Die Zeitspanne aber, die eine jede Arbitrage notwendig ausfüllt, ist unabweisbar mit Zufallsereignissen durchsetzt; folgerecht werden angestrebte erwartete Arbitragegewinne stets auch unsichere sein.

Überdies müssen bei jeder wirklichen Umsetzung einer Arbitrage immerzu allfällige Handelsspesen eingerechnet und auch getragen werden Arbitragekosten; Transaktionskosten , womit aus sich heraus jeder in Aussicht genommene Arbitrageertrag von Anfang bis zu Ende fraglich wird.

Nach dem Gesagten ist das eine sofort einleuchtend: Der Arbitrage wird im Allgemeinen eine wichtige ökonomische Aufgabe bei der Herbeiführung "fairer" und angemessener Preise zugeschrieben: So wird wiederholt die Anwesenheit einer stattlichen Zahl von Arbitrageuren, die mit wachsamem Auge zur Durchführung von Arbitragen immerzu bereit stehen und die aus ihren höchst eigennützigen Bestrebungen das Marktgeschehen mit regem Eifer pausenlos zu verfolgen wissen wie es die unermüdlichen Handelsmannschaften von Hedge- und Investmentfonds, Banken und Versicherungen usw.

Der vordem sich vorfindenden Kluft zwischen dem Marktpreis und seinem erkannten Richtstand ist keine Dauer beschieden, sie wird durch die nivellierende Kraft der Arbitrage sogleich wieder getilgt.

Von der eben erörterten zeitlichen und örtlichen Arbitrage mit aller Strenge zu sondern ist der Begriff der " Risikoarbitrage ", die oft auch mit dem technischen Namen der " merger arbitrage " benannt ist: Auf Risikoarbitrage trifft man häufig und gern z.

Die das Differenzspiel betreibenden Risiko-Arbitrageurs erwerben Aktien der zu übernehmenden Unternehmung, während sie fast gleichzeitig Aktien der aufkaufenden Unternehmung leer- verkaufen. Einen noch gänzlich anderen Begriffsinhalt erfährt der Arbitragebegriff im deutschen Handelsrecht: Darnach geht es um Vereinbarungen vor einem Schiedsgericht " arbitration ".

Die Mitglieder von Börsen sind übrigens ebenso wie Broker i. Eben dieser Richtsatz bildet überdies eine Grundsäule der wirtschaftlichen Werttheorie. Lohnenswerte Arbitragegelegenheiten setzen als ein wesenbestimmendes Merkmal die Beobachtung von "Ungleichgewichtskursen" voraus, die ihrerseits wieder in aller Regel auf Uneinheitlichkeit des Wissenstandes unter den Marktteilnehmern zurückgehen.

Allein auf wahrhaftigen Märkten sind solcherart beständige Preisungleichgewichte von gesichertem Erfolg "free lunch"-Situationen offenbar keiner langen Dauer fähig, käme dies tatsächlich doch dem Dasein einer Geldmaschine " money machine " gleich. Dies aber lehrt, dass Erfolg versprechende Arbitragegelegenheiten letzten Endes immer nur auf und zwischen sogenannten in effizienten Märkten im Sinne der Kapitalmarktgleichgewichtstheorie möglich sein können; denn das Eine ist gewiss: Solange auf einem Markte noch Spielraum für gewinnträchtige Arbitragemöglichkeiten verbleibt, wird er sich kaum je in einem Gleichgewichtszustand befinden.

Ohne erkenntnistheoretischen Begründungszusammenhang ist dieser Glaube doch noch immer nichts als barer Aberglaube. Das Genauere darüber siehe Thema Computer-gestützte Software zur börslichen Anlageplanung erleichtert zwar die anschauliche Darstellung und Übersichtlichkeit von Börsenkursen, vermag letztlich aber nicht um ein Deut mehr zu leisten, als die bereits vorliegenden Informationen stilgerecht aufzubereiten, die ohnehin schon durch verwirklichte Ex-post- Kurse vorhanden sind.

Das Nähere darüber siehe Thema Unter einem Termingeschäft " forward contract " versteht man ein Zeitgeschäft schuldrechtlicher Natur, das in der gegenwärtigen Gegenwart des Vertragsschlusses eine Anwartschaft auf ein in einer künftigen Gegenwart vorzunehmendes Rechtsgeschäft begründet Vertrag über "Verträge" eines ferneren Tages. Der Schlüsselgedanke, der sich um alle Formen von Termingeschäften rankt, ist mithin der, dass das zeitlich kausale Nacheinander von wechselseitiger Einwilligung in die Vertragsverpflichtungen und Erfüllung derselben zum anvisierten Termin um eine gewisse Spanne Zeit von gemeinhin mehreren Tagen, meist aber um Wochen oder vielleicht sogar um Monate auseinandergelegen ist.

Bei den Bargeschäften vollzieht sich im Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses der Leistungsaustausch gleichsam synchron. Bezeichnend für Letzte dagegen ist, dass die Leistung der einen Partei, die des Gläubigers, in die Gegenwart, die Gegenleistung en der anderen, des Schuldners, in die Zukunft fällt fallen.

Der besondere Vorzug der derivativen Finanzmarktinstrumente liegt damit auf der Hand. Vermöge ihrer ausgedehnten Variationsbreite lassen sich diese haarscharf ausrichten auf die bestehende Markterwartung ihres Anwenders nicht minder als auf seine psychische Disposition.

Die Letztgenannte umfasst insbesondere das persönliche Verhältnis zu wirtschaftlichen Unsicherheiten, d. Mehr über den Gegenstand der Termingeschäfte siehe Thema Was ist ein Termingeschäft?

Hedger "Absicherer" sind von Natur aus risikoaverse Marktteilnehmer. Sie heben sich damit in ihren auf dem Markt verfolgten Endabsichten klar von den Spekulanten ab. Zur Gruppe der Hedger zählen diejenigen Personen bzw. Speziell dienen diese dem Zweck der Absicherung offener Posten " risk exposure " gegen Ertrags- und Vermögenswertverluste. Insoweithin sind ihre Finanzgeschäfte nicht Ausfluss von Glücksspielen, sondern mit Rücksicht auf den gehegten Versicherungsgedanken stehen sie solchen geradezu entgegen.

Eingerichtet werden Hedgegeschäfte durch Aufbau von korrespondierenden Positionen im Kassa- oder Terminmarkt, deren Preisunsicherheitsursachen zwar voneinander abhängig sind, sich jedoch in gegenläufiger Richtungen bewegen.

Die Versicherungswirkung von Hedgegeschäften ist freilich nicht kostenfrei zu erlangen, sondern ist grundsätzlich mit einem Opfer belegt: Dieser besteht entweder in einer eigens auszulegenden Geldsumme oder manifestiert sich beim Hedging mit unbedingten Termingeschäften Futures, Forwards implizit in Opportunitätskosten, zumal in herabgeschraubten Renditeerwartungen.

Hedger werden mit Spekulanten insofern häufig in Beziehung gesetzt, als Spekulanten es sind, die Hedgern das Kursrisiko gegen ein angemessenes Entgelt in Form einer entsprechenden Renditeerwartung abzunehmen bereit sind. So gesehen bewirken Hedgegeschäfte, beispielsweise durch Aufbau einer Gegenposition im Terminmarkt mithilfe derivater Instrumente risikokompensatorischer Akt , eine Verlagerung von Preisunsicherheiten weg vom Hedger eine Instanz weiter zu anderen Marktteilnehmern, die in der Lage und willens sind, diese zu schultern.

Bei einer Parallelbewegung der Terminkurse zu den Cash-Kursen eines abzusichernden Marktgegenstandes gleichen sich die anfallenden Kursgewinne und Kursverluste idealerweise vollständig aus.

Hedger sind in Ausübung ihrer Tätigkeit zumeist institutionelle Akteure, wie Banken und ihre Vertreter, Versicherungen, Pensionskassen, Investmentgesellschaften, Industrie- und Handelsunternehmungen, und eher selten einzelne private Wirtschafter.

Ein Termingeschäft " forward commitment "; Forward-Kontrakt i. Ein ausdrücklich begründeter, unbedingt zu erfüllender wirtschaftswertiger Vertrag zwischen einem "Käufer" Long und einem "Verkäufer" Short , durch den sie beiderseits Vorschriften treffen, einen in seiner Beschaffenheit genau umrissenen Vertragsgegenstand wie es z.

Waren genau bestimmter Beschaffenheit, ganz bestimmte Wertpapiere, Devisen, Zinsinstrumente oder sonstige Verfügungsrechte sind in einer ausbedungenen Menge bzw. Das den Termingeschäften Eigentümliche ist demnach darin gelegen — der Name deutet in sinnfälliger Weise darauf hin —, dass ihr Vollzug bei Handelswaren und Wertpapieren durch Lieferung, Übergabe, Empfangnahme und Bezahlung derselben zum Einigungspreis ungleich Bargeschäften auf eine entlegenere Zukunft hinausgeschoben ist.

Der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und der Zeitpunkt der Erfüllung sind bei Termingeschäften mithin erkennbar auseinandergerückt. Wie bei jedem anderen Kaufgeschäft richtet sich dessen Stand nach der persönlichen Auffassung des Käufers von seiner Preisobergrenze wie die des Verkäufers von seiner Preisuntergrenze für das in Rede stehende Kaufgut, d.

Der Einigungspreis wird, je nach Verhandlungsgeschick und Marktlage, mehr der einen oder mehr der anderen Seite zugeneigt sein, sich dennoch der Regel nach am herrschenden Marktpreis ausrichten. Nebenumstände, wie die täglich wiederkehrende Beimessung eines neuen Tageswertes, eine musterhafte Verrechnung von Zahlungssalden " marking to market " , oder auch die zur Öffnung von Posten erforderten Ersteinschüsse an Margin, wie sie für die vordefinierten Klassen der Futuresgeschäfte kennzeichnend sind, sind den eigenlebigen Forwards grundsätzlich fremd.

Gleichwohl kann hier ein Margin ebenso Verhandlungssache sein wie alle übrigen Vertragspunkte auch; das Erfordernis eines Margin, ein obligatorisches Erkennungsmal für Futures, ist im Alltag der Forwards jedenfalls eine Erscheinung sehr viel selteneren Vorkommens. Stattdessen werden gewöhnlich Kreditlinien vorausgesetzt. Das durchgreifende Unterscheidungsmerkmal zwischen Forwards und den mit ihnen von Haus aus verschwisterten Futures begründet folgender Umstand: Auf Individualität kommt den einzelnen davon hergeholten Futureskontrakten nichts an; es wiegt der Gesichtspunkt der zweckerfüllenden Versachlichung vor.

Darin liegt, dass der über Forwards beschrittene Verkehrsweg zweiseitiger "bilateraler" Vereinbarungen die Möglichkeit verschafft, durch freie Willkür eine für beide Teile vorteilhaftere Vertragsgestaltung auszubedingen als sie die in hohem Grade vorbestimmten Futures vermitteln. So bleibt es nicht aus, dass Forwards sich vor den festbestimmten Futures dadurch auszuzeichnen vermögen, dass sie eine viel breitere Vielfalt an möglichen Arten von Vertragsgegenständen " underlying asset " wie auch eine deutlich verbesserte Zeitflexibilität des kontrahierten Termins in sich aufzunehmen die Fähigkeit haben.

Eine weitere sachliche Verschiedenheit bekundet die Natur der Zweckbeziehung: Bei herkömmlichen Forwards ist die tatsächliche Lieferung des unterliegenden Vermögensgegenstandes im Regelfall der Praxis ganz bewusst gewollt nicht so allerdings bei den selteneren "non deliverable forwards" , bei Futures stellt sie im Gegenteil mehr nur die Ausnahme vor. Ein Wesensmerkmal von Forwards ist ferner, dass sie weit überwiegend in gerader Linie "an der Börse vorbei" im sogenannten "Telefonverkehr" d.

Die Umstände, unter denen solcherart besondere Abmachungen die Punktationen hervorgebracht werden und die sich dabei durchaus in die Länge ziehen können, sind aus naheliegenden Gründen mit allerlei Anbahnungs- und Abwicklungskosten verbunden. Darüber hinaus unterliegen Forwards im Gegenhalt zu Futures einem gewissen Erfüllungsrisiko Adressenausfallrisiko, " counterparty risk ", " performance risk " , das jede der beiden Konterparteien bis auf weiteres zu tragen hat; denn eine dritte Partei, die bei Geschäftsabschluss mechanisch in die Lücke tritt, für die Geschäfte einsteht und sie sichert, gibt es bei Forwards grundsätzlich nicht.

Da es sich bei einem nicht standardisiertem, nicht börslichem unbedingten Termingeschäft um bindende bilaterale Absprachen handelt, die im Zuge der Dokumentation die gegenseitigen Rechte und Pflichten mit Rücksicht auf alle wesentlichen Punkte verbindlich festschreiben und damit perfekt machen, lassen sich Forwards, ungleich Futures, nicht ohne weiteres einseitig wieder lösen. Dort können Sie den Filter wieder löschen und gelangen so wieder zum kompletten, ungefilterten Echtzeitnachrichtenfeed zurück.

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