Luzern (Kanton)

 

Art. 1 dient auch der Umsetzung der Richtlinie 88//EWG des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom Dezember über die bei Erwerb oder Veräußerung einer bedeutenden Beteiligung an einer börsennotierten Gesellschaft zu veröffentlichenden Informationen (ABl.

Kirchenpolitik, die nicht nur die kirchl. Für seine Erben war der aarg. Die meisten Felder eines Akkreditivs aber sind freie Textfelder mit frei wählbarem Inhalt und unterliegen — abgesehen von der Anzahl der erlaubten Zeichen — keinen formalen Beschränkungen. Das wäre zu einfach und man benötigte kein Forum oder Informationsseiten. Von der guten wirtschaftlichen Lage zeugen die Erneuerung der liturgischen Ausstattung und umfangreiche Bauten, v.

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Je nach tatsächlich eingeschlagenem Gang der Preise wird der Händler Gewinne oder Verluste zu realisieren haben. Gewinne und Verluste entstehen Geldanlegern demnach geradewegs aus ihren Einschätzungen der Marktlage, wobei die Einschätzungen sich nach ihrer Verwirklichung im Nachhinein entweder als richtig oder unzutreffend erweisen.

So gesehen ändert sich der Zustand der Märkte fortlaufend, vergleichbar einem endlosen Strom von Wissensänderungen im unaufhörlichen Spiel und Widerspiel fortwährender Erwartungsanpassungen und darauf aufbauender Anlageentscheidungen. In diesem endlosen Strom von Wissensänderungen ist die unversiegbare Quelle auszumachen, woher, sowie in die Sprache des Marktes übersetzt, Investitionsgewinne oder -verluste ihren Ursprung nehmen.

Es sei nicht versäumt, in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass in sog. Tendenziell gilt zudem der Satz: Nicht zuletzt lässt sich an der Publizität des Preisgeschehens durch die Börsen gleichsam ein Signal ablesen, wo vorteilhafte Handelsmöglichkeiten einst bestanden haben oder künftighin denkbar sind. Nein, eine wirklich regellose Abhängigkeit der Marktverhältnisse vom Zufall kann bestenfalls dann geltend gemacht werden, wenn zweifelsfrei keinerlei Ursache für eine in Rede stehende Änderung im Kurse eines Marktinstruments in dieser oder jener Richtung zu ergründen ist.

Es darf also nicht deshalb schon von einer "zufälligen Kursbewegung" gesprochen werden, wenn erkennbare ökonomische Ursachen benannt, diese aber in ihrem Zusammenwirken und Einschlag auf den Kursbildungsprozess nicht zu durchschauen verstanden werden "aleatorische Komponente".

So werden mit einiger Gewissheit Begleitumstände des wirtschaftspolitischen Umfeldes, wie beispielshalber Wachstumsraten und Konjunkturzyklen, die Geldpolitik oder die Ausstattung der Wirtschaft mit finanziellen Mitteln, fernerhin auch physisch-psychisch vorzufindende Verbraucherpräferenzen auf dem angehenden Geschäftsfeld, Hoffnungen und Befürchtungen — also die "Stimmungen und Strömungen an der Börse" — sowie sonstige Fremdereignisse, zu gewissen Grade einen Einfluss auf die Bildung von Börsenkursen ausüben.

Ob beziehungsweise dass der zurückliegende Kursverlauf einer Aktie, Währung, Ware usw. Diese Frage betrifft einen Forschungsgegenstand, mit dem sich insbesondere die Theorie des Random Walk eingehend auseinanderzusetzen liebt. Aus finanzierungstheoretischer Sicht versteht man in Gelehrtenkreisen heutigentags allgemein unter "Random Walk", und zwar stets in Bezug auf einen ganz bestimmten künftigen Zeitpunkt, dass für jeden beliebigen Kurs der Gegenwart die Wahrscheinlichkeit für einen Kursanstieg um einen beliebigen Prozentsatz sich immerfort gleichstellt der Wahrscheinlichkeit für einen Kursrückgang in dem gleichen Verhältnis.

Aufeinander folgende Kursänderungen sind sonach, wie man sagt, voneinander stochastisch unabhängig. Von den Varianten des "Random Walk-Modells in seiner strengen Form verdienen Erwähnung erstens, das weniger restriktive " Martingale-Modell ", das keine Annahme zur Wahrscheinlichkeitsverteilung unterstellt, und zweitens das restriktivere Modell eines " Wiener Prozess " benannt nach dem Mathematiker Norbert Wiener , das auch als " Brown'sches Modell " bezeichnet wird.

Durch verwirklichte Börsenkurse erfährt der Börsenkundige auf einen Blick, auf welchen augenblicklichen Wert die Marktteilnehmer eine Aktie, Anleihe, Währung und dergleichen schätzen und veranschlagen. In musterhafter Weise, d. Ein heute an der Börse verwirklichter Kurs lässt sich mitunter als Signal für den folgenden Handel deuten, indem der heute registrierte Kurs sonst weit verstreutes Wissen nutzbar macht. Zur Verdeutlichung, worauf die Signalfunktion von Preisen anspielt, mag ein arg vereinfachtes Illustrationsbeispiel für Geld- und Briefkurse "bid"- und "ask-prices" angeführt sein: So wird auf wahrhaftigen, d.

Ein laufender Börsenkurs spiegelt nur unter sehr engen Modellannahmen den "wahren" inneren Wert eines in Untersuchung stehenden Wertpapiers wieder: Durch die Beschaffenheit eines liquide gestellten Marktes wird es — auch bei sehr umfangreichem Geschäftsgang Einzelner — keinem Markthändler gelingen, einen spürbaren Einfluss auf die Bewegungsrichtung des Marktpreises auszuüben Mengenanpasser, " price taker ".

Ein liquider Markt geht im Allgemeinen einher mit einer vergleichsweise eng begrenzten Kurs-Schwankungsbreite Volatilität , auch und gerade bei ausnehmend hohem Tauschverkehr " volume ".

Ein Vermögensgegenstand " asset " gilt in diesem Sinne für liquide, sofern es dem Investor möglich ist, das darin beschäftigte Geldkapital, wann immer er möchte, in einer von ihm erwünschten Frist zu einem fairen Preis wieder frei zu machen "zu versilbern", "zu verflüssigen".

An manchen Börsenplätzen stärken sogenannte " market-maker " die Liquidität eines Marktes, indem sie während der Abhaltungszeit laufend Preise stellen, zu denen sie in Eigengeschäften jeweils zu kaufen oder zu verkaufen bereit sind.

Nur auf liquiden Märkten lassen sich Anpassungsentscheidungen an marktrelevante Tagesneuigkeiten durch darauf abgestimmte Käufe und Verkäufe blitzschnell und ohne Reibungsverluste umsetzen " market immediacy ".

Die Liquiditätsverhältnisse an den Bar- und Terminmärkten sind oftmals unterschiedlich verteilt. Diese sollten aus leicht zu durchschauenden Gründen von allen Seiten so gering wie es irgend angeht gehalten werden. Unmittelbar einleuchtend erscheint dies insofern, als Transaktionskosten die eingebrachten Gewinne schmälern, beziehungsweise die anfallenden Verluste vermehren.

Um überhaupt einen Gewinn zu machen, müssen die mit jedem Handel verbundenen Transaktionskosten offenbar zunächst erst wieder eingebracht werden. Überdies wirken Kosten des Markthandels störend insofern sie die für ein richtiges Arbeiten der Märkte nötige ungesäumte Informationsverarbeitung verteuern. Wie leicht einzusehen, können allzu hohe Transaktionskosten der Durchschlagskraft des Marktmechanismus ganz beträchtlich Abbruch tun.

Den Transaktionskosten angehörig sind grundsätzlich sämtliche der durch ein Handelsgeschäft auf der Börse verursachten Kosten. Hierzu zählen im Einzelnen: Kosten für die Anbahnung und den Marktzutritt z. Informations- und Telefonkosten, Online-Gebühren für Standleitungen usw.

Kosten für eine Wertpapierleihe , "up-tick"-Regelungen bei Wertpapierleergeschäften oder Andienungsgebühren bei Futures- bzw. Forwardgeschäften und nicht zuletzt allgemeine Such- und Entscheidungsfindungskosten für Börsengeschäfte.

In dem Grade, als die Transaktionskosten insgemein sinken, steigt der Organisationsgrad des Marktes. Der auf den Kopf genaue Belauf der gesamten Ex-post- Transaktionskosten einer Markthandlung hängt nicht unwesentlich ab 1.

Die erwartete Rendite einer Investition ergibt sich, nach Abrechnung der Transaktionskosten, alsdann im Ausdruck der Nettorendite. Mit dem englischen Gesamtnamen des Market-Maker " maket maker ", " price maker ", auch "Designated Sponsor" oder "Market Expert" genannt werden im Bank- und Börsenwesen besondere, an wohlgeordneten organisierten Sekundärmärkten anzutreffende ständig ansprechbare Marktteilnehmer Makler belegt. In der Stellung eines Kursmaklers Handelsmakler an der Börse geben sie während der Abhaltungszeiten für die ihnen zugewiesenen und von ihnen betreuten Werte Aktien, Obligationen, Devisen u.

Der angerufene Market-Maker nimmt sodann für den Verkäufer die Stellung des Käufers gleichwie für den Käufer die des Verkäufers ein, allerdings im Falle der beidseitigen Kursstellung jedes Mal in der Ungewissheit, ob er bei dem Geschäft als Käufer oder Verkäufer auftreten wird.

Market-Maker erfüllen ihren Daseinszweck ebenso wohl in einem herkömmlichen Auktionsmarkt mit Rufhandel als inmitten eines elektronischen Netzes verlaufenden Handelsverkehrs des Börsenbetriebs. Der Kursmakler betätigt sich also gleichzeitig als Anbieter und Nachfrager im Markt und wird in Ausübung dieser seiner Aufgabe als " market-maker ", " broker -dealer ", an der NYSE Euronext als " specialist ", im deutschen Sprachraum auch als " Betreuer ", oder salopp als " Marktmacher " bezeichnet.

Wann immer Market-Maker ihre Quotationen stellen, fassen sie diese zunächst und vor allem nach der dann gerade herrschenden Auftragslage ab. Darüber hinaus können sich Quotationen, je nach Amt des Market-Maker und nach den Freiheitsgraden, die er im Markt für sich beanspruchen kann, zum Teil auch auf seine eigenen Prognosen über die künftige Preisentwicklung im betreffenden Markt stützen.

Zwar darf ein "market-maker" die von ihm aufgestellten Quotes bei fortlaufender Notierung und fortlaufenden Abschlüssen an sich nach Belieben ändern; er hat indes gemeinhin die Verpflichtung, auf Anforderung anderer Marktteilnehmer " quote request " — zumindest für ein festgesetztes Mindestvolumen, gewöhnlich aber nur bis zu einem vorgegebenen Maximalbetrag — über einen festgelegten Zeitraum "Mindesthaltefrist" zu den genannten Preissätzen den "quotes" auf eigene Rechnung zu kaufen resp.

Seine Vergütung für die Leistungsabgabe "jederzeitige Handelsbereitschaft ' immediacy ' " und das durch Schaffung offener Posten damit auf sich genommene Risiko sucht und findet der "market-maker" zum guten Teile darin, dass er von einer Seite billig nimmt und nach anderer Seite teuer gibt, d. Überdies werden im Maklerwesen den Market-Makern mitunter erweiterte Handlungsmöglichkeiten eingeräumt: So werden ihnen unter verfügten Marktmodellen in bestimmten Märkten Spekulationen "Selbsteintritt" in eigener Regie mit Absicht ermöglicht, oder ebenso wohl kann es sein, dass sie sowohl als "market-maker" als auch fallweise im Auftrage von Kunden als Broker tätig werden.

Market-Maker dieses Schlags werden "broker-dealers " oder, seltener, auch " dual capacity traders " genannt. Die Hauptaufgabe eines jeden Market-Maker besteht darin, die Liquidität des betreffenden Marktes zu befördern sowie dessen Transparenz aufzubessern, indem er darauf hinwirkt, als Konterpart anderer Marktteilnehmer durch öffentliche, jederzeitige Transaktionsbereitschaft einen stabilen, beständigen Handel in dem Handelsinstrument zu gewährleisten, dessen er sich angenommen hat "Marktpflege"; " qualified liquidity provider ".

Da gemeinhin die hierbei notwendig zur Entstehung gelangenden und daraufhin offen bleibenden Posten einer alsbaldigen Deckung Eindeckung, Hedging bedürfen, liegt es in der Natur der Sache, dass "market-maker" in erster Reihe die Stellung eines Hedgers oder eines Arbitragehändlers versehen, denn die eines Spekulanten.

Nein, Arbitragevorgänge der Wirklichkeit sind vom Fluss der Zeit untrennbar. Mit dessen Dasein sind sie unzweifelhaft von selbst dem Risiko ausgesetzt Arbitragespekulation. Neben der nötigen Achtsamkeit und Sachkenntnis ist die technische Voraussetzungsgrundlage für ein zielsicheres Aufdecken von offenstehenden Arbitragefenstern samt deren unverzüglicher Ausnützung ein unmittelbarer, ungestörter Zugang auf kürzester Linie nah des Marktes, verwirklicht durch eine blitzschnelle sich selbst steuernde Handelseinrichtung.

Die Umsetzung einer Arbitrage erfordert im Handelsleben zum Mindesten zwei gesonderte Geschäftsabschlüsse. Verkauf des teureren, und zwar ohne dass hernach in der Gesamtbilanz nennenswerte Nettoausgaben auf seine Rechnung gehen. Nebenumstände, wie persönliche Risikoneigungen, mathematische Erwartungswerte der Renditen oder Zeitpräferenzen des Entscheiders, sind für die den Arbitragehandlungen voraufgehenden Überlegungen beinahe immer ganz ohne Belang.

Die eingeheimste Summe, die sich als finanzielles Ergebnis aus einer musterhaft durchgeführten Arbitrage ergibt, beziffert sich allemal nach dem verwirklichten Unterschied Marge im Preise beider Instrumente, gewendet auf den Aufhebungszeitpunkt des Geschäfts. Die Zeitspanne aber, die eine jede Arbitrage notwendig ausfüllt, ist unabweisbar mit Zufallsereignissen durchsetzt; folgerecht werden angestrebte erwartete Arbitragegewinne stets auch unsichere sein. Überdies müssen bei jeder wirklichen Umsetzung einer Arbitrage immerzu allfällige Handelsspesen eingerechnet und auch getragen werden Arbitragekosten; Transaktionskosten , womit aus sich heraus jeder in Aussicht genommene Arbitrageertrag von Anfang bis zu Ende fraglich wird.

Nach dem Gesagten ist das eine sofort einleuchtend: Der Arbitrage wird im Allgemeinen eine wichtige ökonomische Aufgabe bei der Herbeiführung "fairer" und angemessener Preise zugeschrieben: So wird wiederholt die Anwesenheit einer stattlichen Zahl von Arbitrageuren, die mit wachsamem Auge zur Durchführung von Arbitragen immerzu bereit stehen und die aus ihren höchst eigennützigen Bestrebungen das Marktgeschehen mit regem Eifer pausenlos zu verfolgen wissen wie es die unermüdlichen Handelsmannschaften von Hedge- und Investmentfonds, Banken und Versicherungen usw.

Der vordem sich vorfindenden Kluft zwischen dem Marktpreis und seinem erkannten Richtstand ist keine Dauer beschieden, sie wird durch die nivellierende Kraft der Arbitrage sogleich wieder getilgt.

Von der eben erörterten zeitlichen und örtlichen Arbitrage mit aller Strenge zu sondern ist der Begriff der " Risikoarbitrage ", die oft auch mit dem technischen Namen der " merger arbitrage " benannt ist: Auf Risikoarbitrage trifft man häufig und gern z. Die das Differenzspiel betreibenden Risiko-Arbitrageurs erwerben Aktien der zu übernehmenden Unternehmung, während sie fast gleichzeitig Aktien der aufkaufenden Unternehmung leer- verkaufen.

Einen noch gänzlich anderen Begriffsinhalt erfährt der Arbitragebegriff im deutschen Handelsrecht: Darnach geht es um Vereinbarungen vor einem Schiedsgericht " arbitration ". Die Mitglieder von Börsen sind übrigens ebenso wie Broker i. Eben dieser Richtsatz bildet überdies eine Grundsäule der wirtschaftlichen Werttheorie.

Lohnenswerte Arbitragegelegenheiten setzen als ein wesenbestimmendes Merkmal die Beobachtung von "Ungleichgewichtskursen" voraus, die ihrerseits wieder in aller Regel auf Uneinheitlichkeit des Wissenstandes unter den Marktteilnehmern zurückgehen. Allein auf wahrhaftigen Märkten sind solcherart beständige Preisungleichgewichte von gesichertem Erfolg "free lunch"-Situationen offenbar keiner langen Dauer fähig, käme dies tatsächlich doch dem Dasein einer Geldmaschine " money machine " gleich.

Dies aber lehrt, dass Erfolg versprechende Arbitragegelegenheiten letzten Endes immer nur auf und zwischen sogenannten in effizienten Märkten im Sinne der Kapitalmarktgleichgewichtstheorie möglich sein können; denn das Eine ist gewiss: Solange auf einem Markte noch Spielraum für gewinnträchtige Arbitragemöglichkeiten verbleibt, wird er sich kaum je in einem Gleichgewichtszustand befinden.

Ohne erkenntnistheoretischen Begründungszusammenhang ist dieser Glaube doch noch immer nichts als barer Aberglaube. Das Genauere darüber siehe Thema Computer-gestützte Software zur börslichen Anlageplanung erleichtert zwar die anschauliche Darstellung und Übersichtlichkeit von Börsenkursen, vermag letztlich aber nicht um ein Deut mehr zu leisten, als die bereits vorliegenden Informationen stilgerecht aufzubereiten, die ohnehin schon durch verwirklichte Ex-post- Kurse vorhanden sind.

Das Nähere darüber siehe Thema Unter einem Termingeschäft " forward contract " versteht man ein Zeitgeschäft schuldrechtlicher Natur, das in der gegenwärtigen Gegenwart des Vertragsschlusses eine Anwartschaft auf ein in einer künftigen Gegenwart vorzunehmendes Rechtsgeschäft begründet Vertrag über "Verträge" eines ferneren Tages.

Der Schlüsselgedanke, der sich um alle Formen von Termingeschäften rankt, ist mithin der, dass das zeitlich kausale Nacheinander von wechselseitiger Einwilligung in die Vertragsverpflichtungen und Erfüllung derselben zum anvisierten Termin um eine gewisse Spanne Zeit von gemeinhin mehreren Tagen, meist aber um Wochen oder vielleicht sogar um Monate auseinandergelegen ist. Bei den Bargeschäften vollzieht sich im Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses der Leistungsaustausch gleichsam synchron.

Bezeichnend für Letzte dagegen ist, dass die Leistung der einen Partei, die des Gläubigers, in die Gegenwart, die Gegenleistung en der anderen, des Schuldners, in die Zukunft fällt fallen. Der besondere Vorzug der derivativen Finanzmarktinstrumente liegt damit auf der Hand.

Vermöge ihrer ausgedehnten Variationsbreite lassen sich diese haarscharf ausrichten auf die bestehende Markterwartung ihres Anwenders nicht minder als auf seine psychische Disposition. Die Letztgenannte umfasst insbesondere das persönliche Verhältnis zu wirtschaftlichen Unsicherheiten, d. Mehr über den Gegenstand der Termingeschäfte siehe Thema Was ist ein Termingeschäft? Hedger "Absicherer" sind von Natur aus risikoaverse Marktteilnehmer.

Sie heben sich damit in ihren auf dem Markt verfolgten Endabsichten klar von den Spekulanten ab. Zur Gruppe der Hedger zählen diejenigen Personen bzw. Speziell dienen diese dem Zweck der Absicherung offener Posten " risk exposure " gegen Ertrags- und Vermögenswertverluste. Insoweithin sind ihre Finanzgeschäfte nicht Ausfluss von Glücksspielen, sondern mit Rücksicht auf den gehegten Versicherungsgedanken stehen sie solchen geradezu entgegen.

Eingerichtet werden Hedgegeschäfte durch Aufbau von korrespondierenden Positionen im Kassa- oder Terminmarkt, deren Preisunsicherheitsursachen zwar voneinander abhängig sind, sich jedoch in gegenläufiger Richtungen bewegen. Die Versicherungswirkung von Hedgegeschäften ist freilich nicht kostenfrei zu erlangen, sondern ist grundsätzlich mit einem Opfer belegt: Dieser besteht entweder in einer eigens auszulegenden Geldsumme oder manifestiert sich beim Hedging mit unbedingten Termingeschäften Futures, Forwards implizit in Opportunitätskosten, zumal in herabgeschraubten Renditeerwartungen.

Hedger werden mit Spekulanten insofern häufig in Beziehung gesetzt, als Spekulanten es sind, die Hedgern das Kursrisiko gegen ein angemessenes Entgelt in Form einer entsprechenden Renditeerwartung abzunehmen bereit sind.

So gesehen bewirken Hedgegeschäfte, beispielsweise durch Aufbau einer Gegenposition im Terminmarkt mithilfe derivater Instrumente risikokompensatorischer Akt , eine Verlagerung von Preisunsicherheiten weg vom Hedger eine Instanz weiter zu anderen Marktteilnehmern, die in der Lage und willens sind, diese zu schultern. Bei einer Parallelbewegung der Terminkurse zu den Cash-Kursen eines abzusichernden Marktgegenstandes gleichen sich die anfallenden Kursgewinne und Kursverluste idealerweise vollständig aus.

Hedger sind in Ausübung ihrer Tätigkeit zumeist institutionelle Akteure, wie Banken und ihre Vertreter, Versicherungen, Pensionskassen, Investmentgesellschaften, Industrie- und Handelsunternehmungen, und eher selten einzelne private Wirtschafter.

Ein Termingeschäft " forward commitment "; Forward-Kontrakt i. Ein ausdrücklich begründeter, unbedingt zu erfüllender wirtschaftswertiger Vertrag zwischen einem "Käufer" Long und einem "Verkäufer" Short , durch den sie beiderseits Vorschriften treffen, einen in seiner Beschaffenheit genau umrissenen Vertragsgegenstand wie es z. Waren genau bestimmter Beschaffenheit, ganz bestimmte Wertpapiere, Devisen, Zinsinstrumente oder sonstige Verfügungsrechte sind in einer ausbedungenen Menge bzw.

Das den Termingeschäften Eigentümliche ist demnach darin gelegen — der Name deutet in sinnfälliger Weise darauf hin —, dass ihr Vollzug bei Handelswaren und Wertpapieren durch Lieferung, Übergabe, Empfangnahme und Bezahlung derselben zum Einigungspreis ungleich Bargeschäften auf eine entlegenere Zukunft hinausgeschoben ist.

Der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und der Zeitpunkt der Erfüllung sind bei Termingeschäften mithin erkennbar auseinandergerückt. Wie bei jedem anderen Kaufgeschäft richtet sich dessen Stand nach der persönlichen Auffassung des Käufers von seiner Preisobergrenze wie die des Verkäufers von seiner Preisuntergrenze für das in Rede stehende Kaufgut, d.

Der Einigungspreis wird, je nach Verhandlungsgeschick und Marktlage, mehr der einen oder mehr der anderen Seite zugeneigt sein, sich dennoch der Regel nach am herrschenden Marktpreis ausrichten.

Nebenumstände, wie die täglich wiederkehrende Beimessung eines neuen Tageswertes, eine musterhafte Verrechnung von Zahlungssalden " marking to market " , oder auch die zur Öffnung von Posten erforderten Ersteinschüsse an Margin, wie sie für die vordefinierten Klassen der Futuresgeschäfte kennzeichnend sind, sind den eigenlebigen Forwards grundsätzlich fremd.

Gleichwohl kann hier ein Margin ebenso Verhandlungssache sein wie alle übrigen Vertragspunkte auch; das Erfordernis eines Margin, ein obligatorisches Erkennungsmal für Futures, ist im Alltag der Forwards jedenfalls eine Erscheinung sehr viel selteneren Vorkommens. Stattdessen werden gewöhnlich Kreditlinien vorausgesetzt.

Das durchgreifende Unterscheidungsmerkmal zwischen Forwards und den mit ihnen von Haus aus verschwisterten Futures begründet folgender Umstand: Hierfür ist erforderlich, dass der Empfänger des Antrags ein Kaufmann ist. Darüber hinaus muss der Antrag auf die Besorgung eines Geschäfts gerichtet sein, das seiner Art nach im Zusammenhang mit dem Handelsgewerbe des Empfängers steht. Als Geschäft kommt die Erbringung von Dienstleistungen für jemand anderen in dessen Interesse in Betracht, etwa der Transport einer Ware oder eine Treuhand.

Liegen diese Voraussetzungen vor, kommt es zum Vertragsschluss, sobald der Empfänger eines Vertragsangebots selbiges nicht unverzüglich ablehnt. Eine ähnliche Wirkung besitzt das im Handelsgesetzbuch nicht geregelte kaufmännische Bestätigungsschreiben.

Diese Norm schützt den Schuldner einer solchen Strafe davor, durch diese finanziell überfordert zu werden. Diese Regelung beruht auf der Erwägung, dass der Kaufmann das Risiko einer Vertragsstrafe besser abschätzen kann, sodass er in geringerem Umfang auf Schutz angewiesen ist.

Diese erlaubt dem Bürgen, die Leistung an den Gläubiger des Hauptschuldners solange zu verweigern, bis dieser sich darum bemüht hat, seine Forderung gegen seinen Hauptschuldner im Wege der Zwangsvollstreckung durchzusetzen. Diese Regelung erfordert ein beidseitiges Handelsgeschäft. Diese Erhöhung gilt für alle Ansprüche, die in Zusammenhang mit einem Handelsgeschäft stehen, auch sekundäre Ansprüche wie vertragliche Schadensersatzforderungen.

Dies setzt voraus, dass sich der Schuldner in Verzug befindet, daher werden diese Zinsen als Verzugszinsen bezeichnet. Fälligkeitszinsen erfordern dagegen keinen Schuldnerverzug, sondern können bereits ab dem Tag der Fälligkeit der Schuld verlangt werden.

Diese besitzen jedoch mehr Voraussetzungen als die handelsrechtliche Norm. Der Norm liegt die gesetzgeberische Überlegung zu Grunde, dass derjenige, der sich von einem Kaufmann eine Leistung erbringen lässt, noch weniger als bei einer Privatperson davon ausgehen kann, dass dieser unentgeltlich handeln will.

Mit dieser Norm bezweckte der Gesetzgeber, Kaufleuten die Möglichkeit zu eröffnen, Forderungen, die ihnen gegen Dritte zustehen, trotz entgegenstehender Verfügungsverbote als Sicherungsleistung an Kreditgeber abzutreten. Hierdurch sollte die Kreditfinanzierung insbesondere kleinerer Unternehmen vereinfacht werden. Liegen die Voraussetzungen vor, entfaltet ein Abtretungsverbot oder eine die Abtretung an Voraussetzungen knüpfende Abrede Beschränkungsabrede [46] zwischen dem Forderungsinhaber und dessen Vertragspartner hinsichtlich dieser Geldforderung keine Wirkung, sodass ihr Inhaber die Forderung an einen Geldgeber, beispielsweise eine Bank, abtreten kann.

Hierbei handelt es sich um eine Form der Leistungsabwicklung, die der Vereinfachung von Zahlungen innerhalb langfristig andauernder Geschäftsbeziehungen dient. Im Regelfall wäre jede Forderung, die in dieser Geschäftsbeziehung entsteht, einzeln abzuwickeln. Den hiermit verbundene Aufwand können die Beteiligten reduzieren, indem sie eine Kontokorrentabrede treffen. Kraft dieser werden wechselseitige Forderungen vor ihrer jeweiligen Abwicklung miteinander saldiert.

Verbleibt einer Partei hiernach ein Überschuss, kann sie diesen von der anderen Partei herausfordern. Ohne die Regelung würde die Forderung durch die Saldierung erlöschen, sodass die für sie bestellte Sicherheit gegenstandslos wäre. Dies hätte jedoch zur Folge, dass sich der praktische Wert der Forderung mangels Sicherheit verringern könnte. Die kaufmännische Anweisung , den kaufmännischen Verpflichtungsschein , das Konnossement , den Ladeschein , den Lagerschein und die Transport versicherungspolice.

Der gutgläubige Erwerb des Eigentums an einer Sache ist von Bedeutung, wenn derjenige, der über die Sache verfügt, hierzu nicht berechtigt ist. Grundsätzlich ist zur Übertragung von Eigentum an einer Sache eine Verfügungsberechtigung notwendig. Der Erwerb der Sache vom Nichtberechtigten ist deshalb ausgeschlossen, wenn keine Sonderregelung greift. Der Schutz des Eigentümers der Sache gerät in Konflikt mit den Erwartungen anderer Teilnehmer des Rechtsverkehrs, die unter Umständen darauf vertrauen, eine Sache erwerben zu dürfen.

Konsumenten ausgerichtet und betrafen schwergewichtig den Lebensmittelbereich. Erst in den er Jahren bildete sich eine umfassende Gewerbepolitik heraus, die sich an folgenden Grundsätzen orientierte: Die Folgen der Zunftwirtschaft für die Entwicklung des Handwerks waren negativ.

Freiheit wurde eingeschränkt und die Kapitalbildung im Handwerk verhindert. Von der Preisstabilität profitierten letztlich nur die Bauern und die bürgerl. Dazwischen lag die Zone der Feldgraswirtschaft. In der Getreideversorgung war L. Nur in Jahren mit Missernten reichte die eigene Getreideernte nicht aus. Obwohl der Handlungsspielraum der Bauern besonders im Dreizelgengebiet durch herrschaftl. Vorschriften eingeschränkt war Zehntrecht vorwiegend kirchl. Institutionen, Flurzwang , konnte die Getreideproduktion im Die Anbauflächen wurden ausgedehnt auf Allmenden und durch Rodungen und Zelgenäcker zur feldgraswirtschaftl.

Zur Erhöhung der Fruchtbarkeit richteten die Bauern Wiesenwässerungen ein, wobei sich besonders die Wässermatten in den Sohlentälern bewährten, die wechselweise hohe Getreide- und Graserträge abwarfen. Alpen liegen durchwegs unter der Waldgrenze und wurden mittels Rodungen gewonnen.

Die Bewilligungen dazu erteilte die Obrigkeit nur an Einzelne, nicht aber an Siedlungsverbände oder die ganze Talschaft.

Deshalb bildeten sich im Entlebuch keine Alpgenossenschaften. Alpbesitzer entrichteten dem städt. Rat einen Zins, konnten aber ihre Alpen bereits im Da die Alpwirtschaft keinem Flurzwang und keiner Zehntpflicht unterlag, war sie offen für Innovationen. So führten die Entlebucher Bauern um die Fabrikation von Hartkäse ein, der besser transportiert und somit auch exportiert werden konnte.

Die Verkehrswege im Kt. Die Baslerstrasse führte von L. Drei Strassen hatten überregionalen Charakter: Das Entlebuch war verkehrsmässig weitaus am schlechtesten erschlossen und bis ins Neben den Strassen waren die Reuss und der Vierwaldstättersee bedeutende Verkehrsträger. Auf der Reuss fuhren die Niederwässerer bis nach Basel. Konkurrenzlos war die Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee. Der gesamte Gotthardtransit wie auch die Versorgung der Märkte in den Urkantonen war auf den Seeweg angewiesen.

Bis zum Ausbau der Transitstrassen im Die älteste erhaltene Verleihung des Zollregals datiert von und stammt von Kg. Bis zum Ende des Bedeutung der einzelnen Zollstellen war unterschiedlich.

Wegen Bevölkerungsverlusten durch Kriege und Seuchen musste sich die Führungsschicht im Mit dem lang anhaltenden Bevölkerungsanstieg im Auf allen Ebenen zeichnete sich eine Tendenz zur sozialen Abschottung ab.

Aufnahmen ins Bürgerrecht wurden zu Stadt und Land seltener; im Dazu stiegen auch die Gebühren für den Einkauf ins Bürgerrecht enorm. Patriziat schloss sich gegenüber der Bürgerschaft ab und behielt sich alle wichtigen und einträgl. Die Sitze in den sich selbst ergänzenden Räten wurden in den er Jahren faktisch erblich. Erträge aus den Kriegsdiensten, aus Sold und Pensionen legten die Patrizier ab dem Sie erwarben Landsitze im städt. Untertanengebiet und bauten sie zu repräsentativen Herrschaftshäusern aus, in denen sie einem aristokrat.

In den Landstädten und auf der Landschaft lief die gesellschaftl. Abschliessung ähnlich wie in der Stadt. Die Gemeindegenossen nahmen in den Nutzungsverbänden eine bevorzugte Stellung ein. Aufgrund ihrer Besitzrechte und polit. Tätigkeit in der kommunalen Selbstverwaltung profitierten sie am meisten von den Auftriebsrechten in Wald und Allmend.

Das Genossenrecht wurde vererbt, ein Einkauf ab dem Viele Dörfer fixierten die Zahl der nutzungsberechtigten Hofstätten und stuften Viehtrieb und Holznutzen nach dem Land- oder Zugviehbesitz ab; man unterschied dabei die vollberechtigten Bauern von den minderberechtigten Taunern. Neben den Gemeindegenossen gab es die Hinter- oder Beisassen und Zugeteilte.

Die Hintersassen besassen zwar oft ein vermindertes Nutzungsrecht, in der Mitsprache bei der kommunalen Selbstverwaltung waren sie aber sehr eingeschränkt. Wurden Auswärtige zu Hintersassen, zahlten sie eine jährl. Niederlassungssteuer, konnten aber jederzeit wieder ausgewiesen werden. Zugeteilte Heimatlose, nach der Reformation oft Nachkommen von Konvertiten wurden im Landflucht standen aber die städt. Restriktionen entgegen, weshalb sich viele Hintersassen und Tauner in stadtnahen Ortschaften ansiedelten, von wo aus sie für den städt.

Markt produzierten, trotz zünft. Tätigkeiten ausübten, Heimarbeit betrieben und als Dienstpersonal tätig waren. Das Bevölkerungswachstum bewirkte primär eine Zunahme der unterbäuerl.

Die Zahl der Tauner wuchs stark an. Diese nutzten ihre kleinen Güter intensiv als Baumgärten und Bünten Pflanzplätze , arbeiteten als Taglöhner bei den Bauern und suchten Beschäftigung in Handwerk und Heimindustrie. War die Errichtung neuer Feuerstätten durch das Twingrecht untersagt, wurden Häuser unterteilt und bestimmte Räume gemeinsam genutzt.

Der grossen Mehrheit von Armen und Besitzlosen stand eine dünne Schicht vermögender Einwohner gegenüber. Die Ammänner, Weibel, Untervögte und Schaffner waren auch dank ihrer sozialen Stellung einflussreich. Es war diese Schicht, die jeweils durch Beteiligung oder Abseitsstehen den Verlauf der ländl.

Im Vergleich zu anderen eidg. Traditionell verliess sich die Obrigkeit auf das Almosenwesen geistl. In den letzten Jahrzehnten des Die Armen sollten pfarreiweise verzeichnet und taxiert, die Verteilung von Almosen zentralisiert und auf den Bedarf der "berechtigten" Almosenbezüger ausgerichtet sowie das Betteln von Haus zu Haus verboten werden Almosenordnung Auf der Landschaft scheiterte die Reform am Widerstand der Untertanen.

Auch die Abwehr der "fremden" Bettler durch Grenzwachen und Betteljagden misslang, weil die Finanzierung den Landbewohnern überlassen wurde. Die Luzerner Obrigkeit war nicht fähig, die armenpolit.

Verordnungen und Mandate durchzusetzen, geschweige denn das Armutsproblem grundlegend zu lösen. Auch bezüglich der Besitzverhältnisse war die Trennung zwischen Stadt und Land unscharf. Die jüngere Forschung geht nicht mehr davon aus, dass die Burgunderkriege und der an Bedeutung gewinnende Solddienst Wohlstand allgemein verbreitet hätten, obwohl im Hauptnutzniesser der fremden Kriegsdienste war das städt. Erst anhand der Steuererhebung ist es möglich, statist.

Angaben zur Besitzverteilung zu machen. Wirtschaftsregionen wiesen demnach trotz Ähnlichkeit der sozialen Grundstruktur beträchtl. Differenzen in den Besitz- und Einkommensverhältnissen auf, dies nicht zuletzt auch aufgrund der unterschiedl. Am weitesten fortgeschritten war die Verarmung im Gebiet des Dreizelgenbaus. Dagegen erwiesen sich die Reichen dort tendenziell als reicher und die Armen tendenziell als ärmer, wo Feldgraswirtschaft betrieben wurde.

Auffallend schwach präsentierte sich in der Hauptstadt die Mittelschicht, dies übrigens in Übereinstimmung mit der Situation im SpätMA Steuerlisten und Mitverantwortlich an dieser Entwicklung war die Bodenverschuldung, von der das gesamte Territorium betroffen war.

Betrieben überstiegen die Schuldzinsen wertmässig die Feudalabgaben und Zehnten. Besonders problematisch wurde die Verschuldung, wenn die bäuerl. Einkommen zurückgingen, die Zinsbelastung aber gleich hoch blieb, wie es z. Wichtigste Gläubigergruppen waren das städt. Institutionen, zunehmend aber auch die Landbewohner selbst häufig im Zusammenhang mit erbbedingten Auskäufen.

Einer sehr schmalen Schicht von Landbewohnern gelang es im Mit dem Erwerb von Gülten liessen sich die restriktiven Regelungen umgehen, die beim Kauf von Immobilien galten Vorkaufsrechte der Ortsbewohner. Das Gültwesen wurde zunehmend ein Instrument des sozioökonom. Aufstiegs wohlhabender Landbewohner, die von den Patriziern als wirtschaftl.

Konkurrenz und als Gefahr für ihre Herrschaft wahrgenommen wurden. Die Ernährungsgewohnheiten dürften auch im luzern. Territorium je nach Agrarzone variiert haben. Im Dreizelgengebiet herrschten Getreidespeisen wie Brot und Brei vor, in der Voralpenregion dominierten Milchspeisen und unterschiedl. Die beste Voraussetzung für eine ausgeglichene Ernährung bot die Feldgraswirtschaftszone, weil sich dort Getreide- und Viehwirtschaft die Waage hielten.

Brot wurde auch von der Unterschicht konsumiert, obwohl sie es kaufen musste. Für die Mehrheit der marktabhängigen Bevölkerung war der Abstieg in Armut und Hunger ein stets gegenwärtiges Risiko, auch wenn sich durch die obrigkeitl. Vorratshaltung und Preispolitik grossflächige Versorgungsengpässe gegen das Erst die Einführung der Kartoffel ab im Entlebuch, spätestens in den er Jahren auch auf der Brache der Dreizelgendörfer machte die ärmere Schicht unabhängiger von den Preisschwankungen des Getreidemarktes.

Obstsäfte, importierter Wein v. Auch der Kaffee begann damals seinen Siegeszug als Frühstücksgetränk. Ein Kaffeeverbot der Luzerner Obrigkeit für die Landschaft war ebenso erfolglos wie ein Jahrhundert früher das Tabakverbot.

Letztlich galt dies auch bei der Kleidung, auch wenn die neue Mode jeweils zuerst in der Hauptstadt zum Durchbruch kam und das Edelste jeweils dem Patriziat vorbehalten blieb. Die Pfarreiorganisation blieb bis ziemlich stabil. Es entstanden nur sechs neue Pfarreien: Bewegt ist dagegen die Geschichte der religiösen Gemeinschaften. In der Stadt wandelte sich das Benediktinerkloster St.

Leodegar im Hof zum Kollegiatstift. Ab war das Barfüsserkloster St. Maria in der Au gegr. Verbunden mit dem Kloster war die Beginengemeinschaft St. Anna im Bruch gegr. Auf der Landschaft kamen Anfang des Michael in Beromünster gegr. Frauenklöster bestanden in Rathausen, Ebersecken beides Zisterzienserinnenklöster , Eschenbach Augustinerinnen und Neuenkirch Dominikanerinnen , Johanniterhäuser in Hohenrain und Reiden und eine Deutschordenskommende in Hitzkirch bis den Freien Ämtern zugehörig.

Zur Unterstützung der Kath. Reform berief der Rat die Jesuiten und beauftragte sie mit der Organisation der höheren Schulbildung. Die Kapuziner wirkten in L. Ebersecken und Neuenkirch hob sie auf und teilte deren Güter Rathausen sowie Eschenbach zu. Für Eschenbach veranlasste sie einen Wechsel der Ordenszugehörigkeit, so dass nun beide übrig gebliebenen Frauenkonvente der Zisterzienserregel unterstellt waren.

Die Beginen von St. Bis zur Mitte des Reform verbesserte sich die Ausbildung der Geistlichen, die ihre Ausbildung ab dem Personen stammten zu zwei Dritteln aus Bürgerschaft und Patriziat. Auch in den Klöstern und Stiften dominierten zusehends die Patrizierfamilien, die ihre Töchter und nachgeborenen Söhne standesgemäss versorgen wollten. Eine enge Verflechtung von polit. Macht war die Folge. Luzern Kanton Altarantependium aus dem Frauenkloster Eschenbach.

Die Umwandlung der Augustinerinnengemeinschaft in einen Zisterzienserinnenkonvent liess das Kloster aufblühen. Von der guten wirtschaftlichen Lage zeugen die Erneuerung der liturgischen Ausstattung und umfangreiche Bauten, v. Das in dieser Zeit für das Kloster gefertigte Antependium zeigt eine auf den Frauenkonvent abgestimmte Thematik. In einem Paradiesgarten sind um die Muttergottes sieben heilige Jungfrauen versammelt, unter ihnen rechts Katharina, die Schutzpatronin des Klosters.

Seitlich sind Zisterzienserinnen im Gespräch mit Engeln zu sehen. Frömmigkeit fand Ausdruck in Wallfahrten zu Gnadenstätten ausserhalb und innerhalb des Kantons. Ausser nach Einsiedeln pilgerten die Menschen zum Hl.

Sakrament in Ettiswil ab , zum Heilig-Blut in Willisau und zu den zahlreichen kleineren Marienheiligtümern. Leodegar und Beromünster sowie im Franziskanerkloster besonders ausgeprägt.

Um die Mitte des Auch begannen Luzerner zum Hl. Grab in Jerusalem zu pilgern. Ein weiteres Merkmal spätma. Frömmigkeit bildeten Umgänge und Umritte. Diese Frömmigkeitspraktiken intensivierten und vervielfachten sich in nachtridentin.

Die Zahl der Gnadenorte stieg auf über Überall entstanden Rosenkranz-, Skapulier- und Heiligenbruderschaften, unter dem Einfluss der Jesuiten nach die marian. Auf der Landschaft blieb die Glaubenswelt des gegenreformator.

Barocks bis zum Ende des In der Stadt gewann der aufklärerisch-staatskirchlich gesinnte Teil des Patriziats nach an Einfluss. Sein Eintreten für die Rechte der weltl.

Obrigkeit gegenüber der Kirche brachte ihn in Gegensatz zu Klerus und Landvolk. Einfluss, aber es wuchs eine jüngere Generation von aufgeklärten Reformern um den Stadtpfarrer und bischöfl. Kommissar Thaddäus Müller heran, die sich radikalisierten und schliesslich die Religionspolitik der Helvetik unterstützten.

Schon vor der Reformation griff die Obrigkeit ins religiöse Leben ein. Kontrolle wurde immer ausgeprägter. Verstösse gegen religiöse oder moral. Normen wurden oft mit dem Tode bestraft. Bis liess die Obrigkeit - nach gegenwärtiger Kenntnis - Hexen hinrichten. Von seinen Anhängern wurden mehr als 80 hauptsächlich zur ewigen Verbannung verurteilt. Die ersten Schulen wurden von den Stiften im Hof zu L.

Michael in Beromünster ab Anfang des Die Hofschule sorgte bis zur Berufung der Jesuiten für die höhere Bildung. Elementarunterricht gewährte die im Die Lehrkräfte wechselten häufig. Sie betätigten sich oft auch als Notare oder Schreiber. Augsburg, Bologna, Dillingen, Dole, Freiburg i. Die höhere Lehranstalt erlebte ihre Blütezeit im Privatunterricht war für Kinder aus regimentsfähigen Fam.

Urban und Beromünster nur in den Stadtschulen von Sursee und Willisau statt. Am Ende des Ungenügen der Lehrpersonen, die agrar. Arbeitsökonomie, fehlende Infrastrukturen und die Bildungsfeindlichkeit der breiten Bevölkerung verhinderten die Durchsetzung des allg. Schulbesuchs und der Ganzjahresschule. Schätzungen über das Ausmass der Alphabetisierung am Ende des Urban durch Nivard Krauer. Dort entstand auch die erste Lehrerbildungsstätte der Schweiz.

Schriftlichkeit pflegten im SpätMA die geistl. Zentren und die Stadtkanzlei. Urban besass sicher ab Mitte des Die Schreiber in der Stadtkanzlei waren oft auch als Notare tätig.

Der Erstdrucker in der Stadt L. Bis arbeiteten Buchdrucker nur in der Stadt L. Am bedeutendsten war die Fam. Urbaner Schule Rudolf Ambühl und in einigen regimentsfähigen Fam. Myconius und andere traten zum ref. Glauben über und mussten L. Diebold Schillings vor Luzerner Chronik bildet einen Höhepunkt der chronikalen Buchillustration. Die von Renward Cysat beabsichtigte Geschichte L. Erst im Zeitalter der Aufklärung erhielt L. Sein Hauptwerk ist die kultur- und landesgeschichtl.

Die reiche Materialsammlung zur Geschichte Luzerns und der Eidgenossenschaft umfasst 22 handschriftliche Folianten mit dicht beschriebenen Seiten. Die mit Ergänzungen gefüllten Randspalten zeigen Cysats Bestreben, seinen Text laufend zu ergänzen und zu korrigieren.

Hier abgebildet ist ein Ausschnitt aus der ausführlichen Schilderung der Flutwelle im Vierwaldstättersee am Bestrebungen war im Die hohe Mobilität des Lehrkörpers begünstigte den Ideenaustausch.

Johann Baptist Cysat z. Er beschrieb den Kometen von , entdeckte den Orionnebel und amtierte als Rektor der Kollegien in L. Gesellschaft teil, doch erst spät kam es zu Gesellschaftsgründungen in L.

Bibliothek eröffnete der Buchdrucker Joseph Aloys Salzmann. Musik pflegten das Stift im Hof und das Barfüsserkloster in L. Orgeln sind im Die Stadt beschäftigte ab zwei, später vier Pfeifer. Urban entwickelte sich ab eine Kultur barocker Festmusik für Gottesdienst, Tafel und Theateraufführung. Ab fanden zweitägige Aufführungen des Osterspiels auf dem Weinmarkt statt. Höhepunkt waren die Aufführungen von , und unter der Leitung von Renward Cysat. Die in all diesen Spielen wichtige moraldidakt.

Dimension trat noch verstärkt im lat. Schultheater der Jesuiten hervor, welches bis zur Auflösung des Ordens L. Spielorten wurden insgesamt über Stücke aufgeführt. Zwischen und kamen auch zunehmend deutschsprachige Stücke sowie Komödien, Singspiele und Operetten zur Aufführung. Als Spielleiter, Regisseure, Bearbeiter und Verfasser vaterländ. Heldendramen wirkten in der 2. Die Geschichte der Alltagskultur ist gleichzeitig die ihrer Reglementierung durch die Obrigkeit.

Gründe für Feste boten in der Stadt L. Auf dem Lande prägten das bäuerl. Arbeitsjahr und die kath. Gegen Auswüchse schritt die Obrigkeit ein.

So verbot sie Festmahle und Trinkgelage am Aschermittwoch. Kostümierung, Belästigungen und unpassende Kleidung wurden ebenfalls geahndet. Die Regulierung des Alkoholkonsums bezweckte v. Diesen gegenüber war die Obrigkeit misstrauisch, weil sie als Versammlungsorte in ländl. Unruhen oft eine zentrale Rolle spielten. Der zunehmende Wohlstand in der Oberschicht ab Ende des Wehrte sich die Obrigkeit im Im Lauf des Ideal der Geselligkeit auch in der Luzerner Oberschicht Einzug: In den Privathäusern wurden vermehrt Gäste zum geselligen Gespräch und gemeinsamen Essen empfangen, wobei die Frau als Gastgeberin fungierte und die Haushaltsführung an Mägde und Kindermädchen delegierte.

Der Reformdruck, der im Vorfeld der helvet. Umwälzung spürbar wurde, ging nicht von der Landschaft, sondern von einigen aufklärerisch gesinnten Patriziern aus, die den Ideen der Franz.

Revolution gegenüber aufgeschlossen waren. Unter dem Einfluss dieser meist jüngeren Ratsherren dankte das Patriziat am Die Bestrebungen, den Kanton neu zu konstituieren, endeten abrupt, als die franz. Repräsentanten Ende März ultimativ die Annahme der helvet. Das Territorium des Kantons wurde in die neun Distrikte L. Die Sönderungsakte von besiegelte die Trennung der Stadt L.

Die Luzerner Vertreter in den helvet. Behörden stammten aus gehobenen sozialen Verhältnissen; viele verfügten über Verwaltungs- und Gerichtserfahrung. Heinrich Krauer war ein prominenter Exponent der patriot. Lager profilierten sich mehrere Patrizier, u. Weite Teile der Bevölkerung standen der neuen Ordnung kritisch gegenüber. Die Vorbehalte wurden gesteigert durch die helvet. Kirchenpolitik, die nicht nur die kirchl. Institutionen traf, sondern sich mit dem Wallfahrtsverbot auch gegen Formen der Volksfrömmigkeit richtete.

Für Unmut sorgte zudem die ungelöste Frage der Zehnten und Bodenzinsen. Dazu kamen die Lasten der franz. Besetzung und des Kriegs Kriegs- und Requisitionssteuern. Zwei Aufstände, der Röthlerkrieg im Aug. An der Pariser Consulta vertraten alle Luzerner Delegierten einen unitar. Unter der Mediationsakte war L. Das Kantonsgebiet wurde, wie bereits in der helvet. Verfassung von vorgesehen, abgerundet; das Amt Merenschwand fiel an den Aargau, im Gegenzug erhielt L.

Die Kantonsverfassung teilte den Kanton in fünf Bezirke und 20 Quartiere ein. Neben dieser Einteilung für die Grossratswahlen schuf die kant. Gesetzgebung für das Gerichts- und Verwaltungswesen die fünf Ämter L. Die 60 Grossräte wurden teils gewählt, teils aus gewählten Kandidaten ausgelost. Die Amtszeit war nicht begrenzt, doch hatten die Quartiere die Möglichkeit, Grossräte abzuberufen. Zensus und Mindestalter schränkten das Wahlrecht ein; die Zahl der Wahlberechtigten war nur noch etwa halb so gross wie Als Exekutive fungierte der Kl.

Seine 15 Mitglieder und die 13 Appellationsrichter wurden aus der Mitte des Gr. Rat, was sich gelegentlich in einem Mangel an diplomat. In materieller Hinsicht spielte die grossbäuerl. Mehrheit ihre Übermacht, v. In der Kirchenpolitik führte die Regierung die Tradition des aufgeklärten Staatskirchentums weiter. Das Konkordat von , abgeschlossen mit dem konstanz.

Generalvikar Ignaz Heinrich von Wessenberg, gewährte den kant. Aufsichts- und Mitspracherechte; die Einsprache des Papstes und die Opposition einer Mehrheit des kant.

Klerus konnten die Anwendung des Konkordats nicht verhindern. Luzern Kanton Der Sturz der Mediationsregierung am Bewaffnete Stadtbürger und Patrizier stürmen das von Regierungssoldaten verteidigte Zeughaus in Luzern. Gut einen Monat später lag die neue Verfassung der Restaurationszeit vor. Mit dem Ende der napoleon. Ära erfolgte auch in L. Patrizier und Stadtbürger stürzten am Die Verfassung vom Das Wahlrecht der Bürger wurde weiter eingeschränkt: Die Mehrheit der Grossräte sollte künftig durch Selbstergänzung bestellt werden.

Das Schwergewicht der Macht lag beim köpfigen Tägl. Rat, der die Regierungsgeschäfte führte und dessen Mitglieder zugleich dem Gr. Rat besass das Patriziat das Übergewicht. Alle Ratsämter wurden auf Lebenszeit vergeben. Rats verlangte, wurde mit polizeil. Dem Bundesvertrag von entsprechend, amtierte L.

Kennzeichnend für die Restaurationszeit war die Tendenz zur Rationalisierung von Verwaltung und Recht. Kirchenpolitisch hielt die Regierung am bisherigen Kurs fest und wahrte in den Verhandlungen um die Neuorganisation des Bistums Basel die staatskirchl.

Nachdem sich schon früh Spannungen zwischen einer restaurativen und einer eher liberalen Richtung abgezeichnet hatten, erfolgte Ende der er Jahre eine Liberalisierung des Regimes. Sie führte zur Gewährleistung der Pressefreiheit und zu einer Verfassungsrevision, die im Sinne der Gewaltenteilung das Appellationsgericht von der Exekutive trennte und die Legislative aufwertete; in der Regierung Kl.

Rat wurden der Landschaft und der Stadt je acht von 19 Sitzen garantiert. Die Regeneration begann im Nov. Rat die Wahl eines Verfassungsrates an. Die liberale Verfassung von verwirklichte die Volkssouveränität in den Formen des Repräsentativsystems. Die 15 Kleinräte gehörten dem Gr. Neuwahlen erfolgten alle zwei Jahre zu einem Drittel. Eine Verfassungsrevision war erstmals nach zehn Jahren möglich.

In den er Jahren war die Luzerner Politik vom Liberalismus geprägt. Als lokale Kaderorganisationen entstanden Schutzvereine, die jedoch keine kontinuierl. Programm der Badener Artikel Der Reformeifer der Politiker wurde allerdings von der Bevölkerung nicht geteilt. Die Stimmbürger verwarfen die Bundesurkunde, und die liberale Kirchenpolitik war höchst umstritten. Im Vorfeld der Verfassungsrevision von formierte sich eine Volksbewegung, die kath.

Sie lancierte im Febr. Die Verfassungsratswahlen vom März ergaben eine klare Mehrheit für die konservativen Demokraten. Die Verfassung von betonte die Bedeutung des Katholizismus, führte direktdemokrat. Elemente ein Verfassungsinitiative, Veto und garantierte die Gemeindeautonomie. Für die Grossratswahlen wurde der Grundsatz der direkten Wahl und der Verteilung nach der Bevölkerungszahl konsequent durchgeführt.

An die Stelle der Partialerneuerung trat die Intergralerneuerung. Die elf Regierungsräte mussten nicht mehr dem Gr. Der streng antiliberale Kurs der neuen Regierung schlug sich u. Bundespolitisch verband sich L. Die liberale Opposition gegen die Jesuitenberufung kulminierte in den Freischarenzügen.

Lager spaltete und auch auf die Eidgenossenschaft übergriff. Das "Schutzbündnis" Sonderbund , das L. Ende mit den kath. Luzern Kanton Antiklerikale Karikatur. Das Blatt karikiert die Stimmung im katholisch-konservativen Luzern nach der Jesuitenberufung Im Vordergrund bietet ein dickwanstiger Priester zwei mageren Bürgern in zerschlissenen Kleidern Schnupftabak an mit den Worten "Ihr darbt und füllt den Magen mir; zum Dank nehmt eine Prise hier" Untertitel.

Konterkariert werden Auftreten und Aussage des Priesters durch den Haupttitel, der in Anlehnung an den Hebräerbrief Hebräer 13,16 auffordert, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, um damit ein Gott gefälliges Opfer zu bringen.

Unter dem Schutz der eidg. Truppen wurde noch im Dez. Rat gewählt, dem fast nur Liberale angehörten. Eine Verfassungsrevision stellte die staatskirchl. Rechte wieder her und kehrte im Interesse einer Stabilisierung des Regimes zum System der Partialerneuerung zurück.

Die Volksabstimmung über die Bundesverfassung ergab 15' Ja inklusive der 10' Nichtstimmenden gegen 11' Nein. Als liberal regierter Sonderbundskanton befand sich L. Belastend waren die materiellen Kriegsfolgen, v. Urban und Rathausen aufgehoben wurden. Die Liberalen setzten das staatl. Machtmonopol ein, um die Opposition niederzuhalten. Zusätzlich sorgten die psycholog.

Folgen der Niederlage dafür, dass die Konservativen marginalisiert blieben: Dagegen erfolgte eine Teilrevision durch den Gr. Rat, die die Integralerneuerung der Behörden wieder einführte; die sieben Regierungsräte durften nicht mehr dem Gr.